Michael Burat – Berufung gegen zu mildes Urteil


Stellen wir uns mal auf das Niveau von Herrn Burat, müssen wir annehmen, dass die Revision (Berufung) gegen sein Urteil 1 1/2 Jahre auf Bewährung und eine für ihn kleine Busse an gemeinnützige Organisationen, selbst Herrn Burat zu wenig ist und er darum eine härtere Strafe erwartet. Kann sein dass selbst er über die Milde seiner Strafe lachen musste und wirklich bestraft werden will.

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Nein, Spass beiseite. Es war klar das die lustigen 2 “Brüder” die da nach dem Prozess in die Kamera lächelten und einem wie Max und Moritz vor kamen, das Urteil so nicht hinnehmen werden, zumal der Prozess in Frankfurt noch ansteht und Burat dort für seine Seiten vor gut 5 Jahren sehr wohl eine ebenso hohe Strafe erwarten darf.  Eine zweite Verurteilung auf Bewährung wäre dann aber nicht mehr zu erwarten. So ist die Berufung die einzige Waffe, einem nicht auf Bewährung ausgesprochenem Urteil in Frankfurt zu entgehen.

Dass Spielchen das die beiden Männchen spielen geht also weiter und wird weiter unserer Gerichte beschäftigen.  Hat der Junge das gleiche Glück in Frankfurt wie in Osnabrück, kriegt seine Berufung noch durch, steht er mit weisser Weste da.  Dies wohl sein Traum. Wie sagt er im Interview ” ich habe selber die Betrügereien gestanden”. Sein Anwalt meinte, wohl in einem Versprecher, dass auch die in Frankfurt verhandelten Verfehlungen “Strafbar” seien (Ganz am Schluss des Interviews).

Was Burat sich in diesem Lande, zumindest bis heute alles leisten darf ohne Konsequenzen zu ernten, ist eine Meisterleistung unseres Rechtssystems.  Ich kann langsam nur noch den Kopf schütteln und eigentlich müsste man dem Robin Hood der Abzocker, dem Buratli zu jubeln, den spätesten nach Frankfurt wird klar sein, jeder darf für nix Geld verlangen, Versprechen abgeben die er nicht halten muss, lügen verbreiten und sich selber als Helden darstellen. Bestraft wir er in diesem Staat nicht. Man darf auch vor der Kamera lügen, Freunde verleugnen mit denen man gemeinsame Sache machte, man darf eigentlich alles, man braucht nur einen MAX oder eben einen RA an seiner Seite, der wird es schon richten.

Max und Moritz endet recht brutal in der Mühle, selber schuld lernt man uns bzw. unseren Kindern.

Wir müssen hier nochmals erwähnen, alle unsere Meinungen sind weder bindend noch rechtlich verbindlich. Was wir als Gaunerei ansehen muss in unserem Rechtssystem keine solche sein. Noch darf man seine Meinung frei äussern.. noch.

6 Antworten zu “Michael Burat – Berufung gegen zu mildes Urteil

  1. Pingback: Michael Burat – Berufung gegen zu mildes Urteil | Die Abzocker

  2. … ich finde es gut, dass Herr Burat das zu milde Urteil (Jugendsünden wurden eben nach Jugendrecht verurteilt) nicht akzeptieren will und endlich eine erwachsene Strafe fordert…

    Schöne Grüße

    Robert Koch

  3. Michael Burat hat Revision eingelegt, zur Berufng ist das schon ein Unterschied. Letztlich wird das BGH das Urteil bestätigen.

    Stellt sich jetzt aber die Frage, was ihn überhaupt zu diesem Schritt getrieben hat. Er hatte ein Teilgeständnis abgelegt und auch die Verteidigung plädierte wegen seiner „Jugendsünden“ nicht auf Freispruch. Also hätte er eigentlich mit der Bewährungsstrafe ganz zufrieden sein können, wäre da nicht das bevorstehende Verfahren in Frankfurt am Main.
    Zwar meinte sein Verteidiger in demselben Interview, dass es dort einen Freispruch geben wird, denn „was anderes ist gar nicht möglich“, aber vermutlich glaubt er selbst nicht wirklich daran und hat deshalb sicherheitshalber seinem Mandanten diesen taktischen Schritt angeraten.
    Sollte Herr Burat in Frankfurt nämlich als rechtskräftig Verurteilter erscheinen, hat er bei einer weiteren Verurteilung schlechte Karten, denn gem. § 460 StPO würde dann wohl eine Gesamtfreiheitsstrafe unter Einbeziehung des Urteils in Osnabrück gebildet werden, die zwei Jahre locker übersteigt und dann nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden könnte.
    Durch die beantragte Revision und bis zur Entscheidung des BGH gilt Herr Burat als nicht vorbestraft und müsste dann, wenn es in Frankfurt zu einer Verurteilung mit einer ebenso milden Strafe wie in Osnabrück kommt, nicht umziehen und keine gesiebte Luft atmen.

  4. Pingback: Rechtsmittel gegen Urteil des LG Osnabrück eingelegt | Konsumer.info

  5. Ich weiss nicht wie die “Rechtssprechung” solche Fälle untersucht, aber ich würde z.b. doe Dateh aller registrierten Opfer anfordern, und alle diese sollen “ankreuzen” ob sie einen kostenpflcithigen Zugang zu outlets.de wollten!

    Ich denke 99,9% werden mitteilen dass sie nie daran interessiert waren und reingelegt wurden. Das müsste dem gesunden Menschenverstand ausreichen um zu weiteren Schlussfolgerungen und Ergebnissen zu kommen.

    Dazu dann die bekannten Fakten, und Burat&Co müssen hinter schwedischen Gardinen weitermachen. Klar beschweren sich Kunden auch über andere Unternehmen, aber nicht 99,9% der Kunden!

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