Outlets.de – Zeugen aus dem Jahr 2010 gesucht


Ein weiteres Gerichtsverfahren gegen Michael Burat läuft im Augenblick. Die mündliche Verhandlung findet am Mittwoch, den 04. Juli 2012 vor dem Amtsgericht in Seligenstadt statt.

Die Kanzlei von Rechtsanwalt Thomas Rader die nicht so schnell auf gibt, will beweisen, wie unterschiedlich die Seiten von Outlets.de zwischen 2009 und heute waren.

Dabei ist die Kanzlei auf Ihre Hilfe angewiesen, den es werden Screenshots aus der Zeit Januar 2010 bis Juni 2010 gesucht.

Wir konnten einen Screenshot liefern der im April 2010 von uns gemacht wurde. Von der Gegenstelle (Burat) wird aber behauptet dass die Seite so zu diesem Zeitpunkt nicht ausgesehen habe und die Kostenhinweise bereits oben rechts angebracht waren und nicht im Fliesstext rechts zwischen anderen Anzeigen. Wir haben diesen Screenshot leider später nochmals bearbeitet für eine Darstellung in unserem Beitrag, so das wir keine unbearbeitete Version mehr haben.

Eventuell können unsere Leser hier helfen. Den Link finden Sie hier >>>

Es geht vor allem um den Aufbau RECHTS  (Bild in voller Grösse >>>) Leider wurde von uns der Kostenhinweis gelb markiert und so entspricht dieser Screenshot nicht mehr dem Original.

Im Internet finden wir aber eine original belassene Seite unter dem Namen Outlets_alt.jpg.  Leider aber kann der Besitzer nicht ausfindig gemacht werden, da die Seite nicht mehr besteht. Dieser Screen wäre sehr hilfreich da er am 29. April 2010 gemacht wurde und nicht bearbeitet wurde.. Hier ist der Informationstext bereit Fett, also irgend eine Zwischenlösung von Burat/Franko bevor der Text nach oben verschoben wurde und die Anmeldeseite umgestaltet wurde. Es gab auch hier noch keinen Wettbewerb der eingeschaltet wurde um den Text nach oben zu rücken, wenn jemand die Angaben eingeben will.

Darum unsere Frage: Wer hat diesen Screenshot ins Internet gestellt. Das Bild findet man nur noch im Cache und die Links sind ungültig. Das Bild ist in der Originalgrösse also mit Print-Screen erstellt worden und liegt seit dem 30. April 2010 im Netz. Es wurde mal für eine Forums-Seite aufgeschaltet die es nicht mehr gibt. (Original Bild >>>)

Informativ:

Die ganze Wahrheit über Outlets.de >>>

Die Geschichte von outlets.de mit Screenshots als PDF >>>

Nachtrag 07:45 Uhr / 6.5.1012:

Wir haben das Bild auf dem Blog von Ruhr Post ebenfalls gefunden >>>

17 Antworten zu “Outlets.de – Zeugen aus dem Jahr 2010 gesucht

  1. Pingback: Outlets.de – Zeugen aus dem Jahr 2010 gesucht | Die Abzocker

  2. Im Webarchiv befindet sich eine Anmeldeseite zu verschiedenen Zeitpunkten ohne die Grafiken:

    http://wayback.archive.org/web/query?q=type%3Aurlquery+requestexactscheme%3Ayes+url%3Ahttp%3A%2F%2Foutlets.de%3A80%2Fanmeldung&count=40000&start_page=1

    “Informationen”
    Quelle (07.02.2010):

    http://web.archive.org/web/20100207172046/http://www.outlets.de/anmeldung

    “Vertragsinformationen”
    Quelle (29.03.2010):

    http://web.archive.org/web/20100329014852/http://www.outlets.de/anmeldung

    “Vertragsinformationen”
    Quelle (25.05.2010):

    http://web.archive.org/web/20100525163211/http://www.outlets.de/anmeldung

    “* Vertragsinformationen” (mit Sternchenhinweis * )
    Quelle (18.06.2010):

    http://web.archive.org/web/20100618050254/http://www.outlets.de/anmeldung

    Aus meiner Sicht waren alle Versionen irreführend.

  3. Mal ganz generell gefragt , was beweisen eigentlich Screenshot als jpg z.B. ?
    Wäre es nicht für Experten recht leicht möglich eine Internetseite in entsprechende Programme zu laden (bzw nach einem Vorbild selber zu kreiren) und zu verändern ? Das ganze dann per Screenshot aufgenommen und keiner kann aus einem jpg Bildchen später sehen ob DIESE Seite damals wirklich im Net war…
    Ich speicher immer mich interessierende Seiten komplett mit allem drum und dran.

  4. @blaue:

    Die Speicherung der gesamten Website, wie Sie sie beschreiben, ist sicherlich sinnvoll und von der Beweiskraft her nicht zu übertreffen.

    Nichtsdestotrotz können auch jpg-Dateien Informationen enthalten, die einen Schluss darüber zulassen, wann sie erstellt wurden. In der EXIF-Information der Datei ist – neben einer Vielzahl anderer Informationen – auch das Datum der Erstellung der Datei enthalten. Falls diese EXIF-Information also nicht entfernt wurde, was grundsätzlich möglich ist, lässt sie sich mit besonderen Programmen, wie z.B. Photoshop, auslesen.

    @anonym:
    Besten Dank

    • Ich bin nun nicht der Fachmann , aber kann man EXIF-Daten nicht in diversen Programmen einfach, ohne Spuren ändern?
      Außerdem mal folgendes einfache Szenario: Herr X fällt wegen eigener Schnäpchenblindheit auf eine dieser Seiten rein, hat vielleicht die Frist versäumt um vom Vertrag zurückzutreten.
      Herr X ist nun so sauer das er es diesem “Abzocker” mal so richtig zeigen will. Und nach besuch diverser Foren , die ja berichten das die Seiten der “Abzocker” zuweilen verschieden aussehen etc , man Sreenshot machen solle, kommt er auf die Idee mittels passenden Programmen die Kostenpflicht etc zumindest von der Startseite zu entfernen, und er stellt die Uhr seines PC auf den Tag wo er das Zeug bestellt hat , macht einen Screenshot – fertig!

      Was ist also an jpg samt exiv BEWEISKRÄFTIG? Gibt es Screenshot-Programme mit eigener, unbestechlicher Uhr, was ja nur eine Hardwarelösung , im besten Fall eine verblombte Black-Box, wäre ?

      Wenn mir ein Otto-Normal mit dieser EXIV-Story gekommen wäre o.k. aber wenn mir ein RA das verklickern will, sorry dann zeigt das wiewenig die RA und die gesamte Rechtssprechung im digitalen Zeitalter angekommen ist.

      Natürlich ist wohl (fast) alles fälschbar, aber wo es früher gute Retuscheure
      etc gebraucht hat , machen das heuer “Dummys” nach kurzer Anleitung!

      Mag wer sagen das mein Beispiel “weit her geholt” sei, ist es das wirklich? Wenn ich da manch Foreneinträge einiger User im Net so sehe , wo teilweise schon zu wer weis was an “Aktionen” gegen Burat & Co aufgerufen wird, wären solche Szenarien durchaus denkbar!

      Einen “Schluss darüber zulassen” würden sicher x tausende Screenshot mit verschiedenen Programmen/Daten von verschiedenen Usern die einander nicht kennen, weil man dann ja folgern könne das derart Massen sich nicht abgesprochen haben können und wohl nicht zeitnah auf derart Idee (die EXIV Daten zu fälschen) gekommen sein können.
      Aber ein, oder wenige Screenshot “beweisen” rein gar nichts, solange ich an Kameras und PC leicht gewünschte Daten nach meinem gusto einstellen
      kann…

      • Hallo Blaue,

        Ihre Kritik ist teilweise berechtigt.

        Grundsätzlich gilt:

        Ein Screenshot beweist nur den Inhalt des Bildschirms zum Zeitpunkt der Beweiserstellung. Prozessual bestimmt § 271 Abs. 1 Satz 2 ZPO, dass wenn ein elektronisches Dokument Gegenstand des Beweises ist, der Beweis durch Vorlegung oder Übermittlung der Datei angetreten wird. In der Praxis nimmt das Gericht lediglich einen Ausdruck in Papierformat in Augenschein. Auf die Datei kommt es dann an, wenn der Richter nach der Inaugenscheinnahme Zweifel an dem Inhalt des Beweises hat und der Beweisinhalt – die sich aus dem Screenshot ergebenden Tatsachenbehauptung – von der Gegenseite bestritten wird. In diesem Fall hat das Gericht weitere angebotenen Beweismittel heranzuziehen.

        In diesem Zusammenhang möchte ich meine Aussage aus dem vorherigen Post gerade rücken. Es muss zwischen Bildern, die aus einer Digitalkamera stammen und solchen, die mittels der Screenshot-Funktion eines PC oder Mac erstellt wurden, unterschieden werden. Insofern habe ich mich in meinem vorherigen Post irrtümlich falsch ausgedrückt. Exif-Informationen (Exchangeable Image File Format) stammen von einer Digitalkamera , während die Informationen eines Screenshots vom PC oder Mac stammen. Ich meinte selbstverständlich die Bildinformationen, die zusammen mit einem Screenshot gespeichert werden.

        Ihre Behauptung, Exif-Informationen mittels Computersoftware nachträglich verändern zu können, ist richtig. Auch besteht die Möglichkeit, das Aussehen einer Internetseite kurzfristig zu ändern, die Uhrzeit am Computer zu verstellen und anschließend einen Screenshot zu fertigen.

        Es erfordert jedoch einiges an krimineller Energie, derartig vorzugehen und einen gefälschten Screenshot in einem Prozess als Beweis anzubringen. Dabei ist davon auszugehen, dass in einem Prozess die Wahrheitspflicht herrscht, § 138 ZPO. Das Einbringen gefälschter Beweismittel stellt einen Prozessbetrug, § 263 StGB, dar, gegebenenfalls in Tateinheit mit einer falschen uneidlichen Aussage, § 153 StGB, einem Meineid, § 154 StGB und einer Urkundenfälschung, 267 StGB.

        Letztlich hängt der Beweiswert eines Screenshots von der Überzeugung des Richters von der Richtigkeit des Beweisinhalts ab. Gehen wir – rein hypothetisch – davon aus, dass sich einige Personen auf unseren Aufruf melden würden, die – aus welchen Gründen auch immer – die Datei eines Screenshots vorlegen können und die dazu glaubhaft vortragen können, zu welchem Zeitpunkt, aus welchem Grund und unter welchen Umständen dieser Screenshot zustande gekommen ist, dann erfolgt der Antritt des Beweises durch die Einnahme des Augenscheins des Ausdrucks der Datei sowie der Datei selbst durch den Richter und auch durch das Zeugnis des Datei-Erstellers.

        Insofern wird also nicht lediglich der Screenshot bzw. die Datei – die ja gefälscht werden können – als Beweis angeboten, sondern auch die Aussage des Zeugen. Diesbezüglich hat beluga59 den Titel „Zeugen gesucht“ treffend gewählt.

        Bei unserer Anfrage handelt es auch nicht womöglich um eine weitere „Aktion gegen Herrn B. & Co“, sondern um das Bestreben, umfassend vorbereitet in unserem Prozess hineinzugehen und möglichst viele Beweise anbieten zu können, die den Richter davon überzeugen, dass Herr B. die Besucher seiner Seite durch unzureichende und unscheinbar platzierte Informationen über Abschluss und Inhalt eines Vertrages täuschte.

        Insofern haben wir durch Suche bereits einige hilfreiche Hinweise und Informationen erhalten, wofür wir dankbar sind.

        Was den Einzug von Rechtsprechung und Rechtsanwälten in das digitale Zeitalter betrifft, möchte ich bemerken, dass sowohl Richter als auch Rechtsanwälte keine Medien- sondern Rechtswissenschaftler sind. Insofern unterscheiden sie sich – abgesehen von ihren Rechtskenntnissen und bezogen auf das medientechnische Wissen – zunächst tatsächlich nicht von den von Ihnen so genannten „Otto-Normalos“.

        Im Hinblick auf die Verflechtungen von Technik und Recht ist es für Juristen, die sich mit derartigen Sachverhalten beschäftigen, zwar unumgänglich – und für uns auch selbstverständlich -, sich auf diesem Bereich weiterzubilden, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben. Dies zwingt aber nicht zu dem Schluss, dass ein Jurist sämtliche technischen Hintergründe erfassen können muss. Hierfür sieht die ZPO den Beweis durch Sachverständige vor, §§ 402-414 ZPO.

        Freundliche Grüße,
        Thomas Rader

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