Aufgepasst bei ominösen Telefonaten aus Italien

19.2.2011/5.5.2012/25.8.2012. Seit dem 15. Dezember 2010 meldet ProBasel und die Kantonspolizei Aargau aus der Schweiz , dass vermehrt Anzeigen wegen ominösen Telefonaten eingehen.  Es wird im Auftrag einer unbekannten Firma nach Haustieren erfragt die im selben Haushalt leben. Dazu und dies eher nebensächlich, erkundigen sich die Anrufer nach den Gegebenheiten im Haus oder in der Wohnung.

Es wurde davon ausgegangen, dass dies “Vorbereitungsarbeiten” von einem Einbrecher- Ring sein können, die sondieren, wo keine Hunde und wo Menschen zu bestimmten Zeiten zuhause sind oder eben nicht. Probasel meldete bereits Anrufe in Basel, Bern und Aargau und nun auch aus Deutschland und ganz Österreich. Inzwischen  hat die KAPO Aargau und St.Gallen aber Entwarnung gegeben.  Es scheinen reine Adresshändler zu sein. Meist folgen nach einem solchen Anruf, mehrere Telefonate  von verschiedenen Nummern.

Inhalt: Glücksspiele, Lotto, San Lorenzo etc., Nahrungspakete, Cafe-Fahrten usw.

Bitte teilen Sie Ihren Kindern mit, dass sie am Telefon nie fremden Menschen Auskunft geben sollen. Die Anrufe sprechen meist in gebrochenem deutsch, es sind Männer und Frauen die überfreundlich von einer Umfrage sprechen die sich um das Wohl der Haustiere befasse. Neu wird nun auch vorgegaukelt, dass man Muster von Tierfutter bekommen kann, dazu erfragen die Leute, wo man dieses Muster bei einer Zustellung hinstellen könne und ob und wann jemand Zuhause sei.

Seit April 2012 werden Neu, auch wieder Austragungen aus Gewinnspielen deren man nie beigetreten ist, angesprochen. Man soll laut und deutlich JA sagen, wenn man gefragt wird ob man kein weiteres Interessen mehr habe an den Wettbewerben teil zu nehmen. Die Anrufer “überraschen” die Betroffenen mit ihrem Wissen über Ort, Strasse etc. und sie sollen auch im Besitz von Kontodaten sein.  Dies alles hatten wir schon mal im 2010/2011 und scheint nun wieder Mode zu werden.

Auch die Frage ob man ital. Essen mag wird seit dem 28.12. immer mehr erfragt.

Mehr dazu auf Probasel >>> und hier Teil 2 >>>

Seit Januar 2012 wird auch nur angerufen und wenn jemand abnimmt wird aufgelegt.  Diese Anrufe erzeugen sogenannte Call-Center-Programme. Diese sondieren nach einer Liste schon während des Gespräches eines Call-Center Mitarbeiters ob eines der nächsten “Opfer” zuhause ist, nimmt der Mitarbeiter den Anruf nicht entgegen oder ist noch beschäftigt, legt dieses Programm wieder auf.

Sprechen Sie darum nie auf Band Ihre Ferienzeiten  oder gar Ihre Abwesenheit auf, wenn Sie einen Anrufbeantworter Ihr eigen nennen. Bedenken Sie dies auch bei Ihren Einträgen in Twitter, MSN oder Facebook Profilen. Sprechen Sie auch mit Ihren Kindern, dass Sie auf den sozialen Netzen nicht Ihre Ferien kund tun. Kinder haben meist viele virtuelle Freunde und Ihre Mitteilungen sind meist öffentlich zugänglich.

Nachtrag:

Seit einigen Tagen werden neue Nummern benutzt:

0039-0109169783 / 0039-0558846066

Folgemeldungen:

19. Februar 2011 Das St.Galler Tagblatt meldet einen evtl. Zusammenhang eines Telefonats und eines Einbruchs.  >>>

November 2011: Die Kapo Aargau geht nicht mehr davon aus, dass es Vorbereitungsarbeiten eines Verbrecherringes sind.

Juli 2012: Extreme Zunahme von Anrufen die nur die Adressdaten abklären wollen. Adresshändler vervollständigen so ihren Datenbestand, denn sie aktuell besser verkaufen können.