Billag mit unverschämten Mittel


Montag Abend 20:30 oder Sonntag Morgen 10:00 Uhr.  Die 80 Billag-Detektive kennen nichts, wenn es darum geht, mögliche Zahlungsunwillige zu finden. Sie arbeiten ja auch auf Provision.

Mit einer Liste in den Händen klingeln sie bei anscheinend nicht zahlenden Personen, erzwingen zum Teil Einlass in die Wohnung oder möchten Quittungen einsehen die die Zahlung bestätigen.

Vorweg, keiner der 80 Billag-Detektive hat das Recht Ihre Wohnung zu betreten.  Keinem der Detektive müssen Sie etwas vorweisen, schon gar nicht Zahlungsbelege. Sie müssen keinem dieser „ausgewiesenen“ Personen auch nur eine Frage beantworten.

Auch die Billag hat sich an die Gesetze zu halten und hat wie jede Inkassostelle die schriftlichen und telefonischen Wege zur Verfügung, um sich über eine ausstehende Zahlung / Anmeldung zu informieren.

Blick veröffentlicht nun sogar Emails und Schreiben mit folgendem Inhalt..

«Die haben geläutet. Dann zeigten sie mir eine Liste: ‹Sie sind da nicht aufgeführt, Sie bezahlen Ihre Rechnungen nicht!› Die machten ein Riesentheater! Erst, als ich ihnen eine Quittung von der letzten Einzahlung gezeigt habe, liessen sie locker. Absolut unfreundlich!»

oder

«Am Sonntagmorgen hats bei mir an der Tür geklingelt. Es war ca. 10.30 Uhr. Als ich verschlafen zur Tür ging, stand jemand von der Billag da und fragte mich unfreundlich, ob ich die Gebühr bezahlt habe. Ich musste es ihm beweisen, erst dann ist er wieder gegangen. Eine Frechheit!»

oder sogar trotz Tel.

«Ich rief die Billag an, die mich zu Unrecht betrieben hatte, und darf den Mitarbeiter zitieren: ‹Werter Herr, ich kann ­Ihnen leider nicht weiterhelfen. Erstens ist heute mein letzter Arbeitstag, und zweitens herrscht hier ein Bordell.› Auf Korrespondenz reagiert die Billag übrigens nie, auch nicht, wenn man Briefe eingeschrieben schickt.»

Im TA Forum lesen wir sogar solche Besuche

Rita Capunsch

16.12.2008, 10:23 Uhr

Ich wohne in einer WG und als wir einmal die Türe nicht abgeschlossen hatten, latschde doch einfach ein Aussendienstmitarbeiterin in unsere Wohnung rein. Als ich ihn fragte was ihm eigentlich einfalle einfach rein zu kommen, sagte er nur, wir müssten halt abschliessen! Finde ich eine FRECHHEIT!!!! Er hat mich dann zwangsangmeldet dabei zahlen wir schon seit langem Billag! FRECHHEIT!!!!!!

oder

Rolf Klauser

16.12.2008, 09:03 Uhr

Die Freelance-Billag-Polizisten, die einen abends zu Hause aufsuchen und aufgrund veraltetem Datenmaterial behaupten, man hätte sich noch nicht angemeldet und einen unter Androhung von einer Busse zwingen, den fehlenden Vertrag vor Ort zu unterschreiben, obwohl bereits angemeldet. Für die Initiative würde ich freiwillig Unterschriften sammeln gehen. (Er bezieht sich auf ByeByeBillag)

–>und so sollte man reagieren…

«Ich wurde von einem Billag-Mitarbeiter regelrecht genötigt, damit er Zutritt zu unserer Wohnung haben konnte. Zum Glück war mein Mann da. Der hat ihn am Jäcklein gepackt und von unserem Privatweg auf die Strasse gezerrt. Ich habe jetzt einen Taser und werde mich das nächste Mal zur Wehr setzen!»

Nun, es gibt ja noch den Bye Bye Billag, was ja auch nicht die Lösung sein kann, oder doch? Man darf sich auch fragen, wo jährlich die 55 Millionen Franken versickern, die Billag das Schweizer-Fernsehen kostet. Das Mahnwesen, das sich selber wieder rechnet (1 Million Mahnungen  und 70’000 Betreibungen im Jahr),   kann es nicht sein.

Aber eventuell sieht man ja beim Verwaltungsrat, wo ein grosser Teil der Gelder hinfliesst.  Wohl gemerkt, wir sprechen von der Billag, nicht von einer Bank.

Dazu kommen dann noch die rund 300 Mitarbeiter. (org. by Billag)

Lustig ist hier der Customer Care / Raphael Raetzo >>> der ja auch bei CallNet zuhause ist. CallNet zeichnet sich für Call Center und Ausbildungen der so beliebten Telefonverkäufern.

Aber auch für die Mutterfirma (Billag ist eine Tochter der SRG) hat man mit den neuen kleinen Filmchen etwas übrig. Die Billag-Fernsehspots hat das Schweizer Fernsehen letztes Wochenende ausgestrahlt. Der «Blick» nennt sie im Pixar-Stil gemachte kleine Filmchen. Gekostet  haben sie 1,5 Millionen Franken. Dazu kommen laut «Blick» weitere 200’000 Franken pro Ausstrahlung – bei einem Werbetarif von 25’000 Franken pro 20 Sekunden. (Billag hat nach Grüchten 50% Rabatt)

Weitere Information, sehr gut recheriert findet ihr auf dem Kassensturzblog

Schade ist nur, dass Frau Francisca Brechbühler,  die die Volksinitiative gegen überhöhte Billag-Gebühren «bye-bye Billag» ins leben rufte, noch keine Inititive bereit hält. Jetzt wären die Chancen gut.

Wussten Sie übrigens das die Billag einen Rechtsvorschlag auf einen Zahlungsbefehl ohne weiteres aufheben kann und so eine Lohnpfändung erwirken kann?

Aus der lieb gemacht Seite der Billag.

Ich will eine Beschwerde gegen die Betreibung einreichen.

In diesem Fall müssen Sie innerhalb von zehn Tagen nach Zustellung des Zahlungsbefehls Rechtsvorschlag erheben. Billag kann jedoch  eine Verfügung erlassen, um den Rechtsvorschlag zu beseitigen. Gegen die Verfügung können Sie gegebenenfalls eine Beschwerde beim Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) einreichen.
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Eine Antwort zu “Billag mit unverschämten Mittel

  1. Pingback: Weshalb berichtet der "Kassensturz" nicht die Billag? | K A S S E N S T U R Z B L O G

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