Polzin fordert wieder im Sekundentakt


Die Mails und die Posts häufen sich wieder. Die   ZI – zentrale inkassostelle gmbh und somit der allseits beliebte Mister Polzin, hat in den letzten Monaten wohl die Forderungen der Global Factoring inc. übernommen. Wir erhalten gerade jetzt,  sehr viele Mails aus Österreich wo Forderungen durch die Adresse Millionenspiel.at/Millionengewinn/  des obigen Betreibers eingetrieben werden.

Dabei ist es bei den meisten Lesern gleich abgelaufen, irgendwann im letzten Jahr rief jemand an und meldete einen Gewinn der ausbezahlt werden soll. Man müsse nur noch die Kontonummer angeben und die Auszahlung erfolge in Kürze. Auf den Einwand vieler Leser, man habe gar nie an einen Wettbewerb teilgenommen, wird einem entgegnet, dass dies ein Sondergewinn von Lotto oder Landeslotterie sei. Sobald die Kontonummer angegeben wurde, wird dann über den wirklichen Grund gesprochen, das Millionenspiel. Meldet der Angesprochenen nun  sein Desinteresse an, wird das Telefonat schnell beendet, mit dem Hinweis, dass alles noch schriftlich komme. Schriftlich kommt aber nie etwas.

Dies gilt nun als Annahme und Mitschnitt des Telefongespräches, für die Abbuchung von 42 bis 89 Euro. Betrügerisch und mit falschen Angaben wird hier der Leser zur Herausgabe der Konto/Bank Nummer genötigt. Bis zu diesem Zeitpunkt wird nur von einem Gewinn gesprochen, der ausbezahlt werden soll.

Gleichzeitig wird nun vom Konto abgebucht, wer es merkt wird die Abbuchung rückgängig machen, wer nicht ist ein dankbares Opfer. Man hört dann lange Zeit nichts mehr bis dann die ZI zentrale inkassostelle gmbh, wer den sonst,  die Forderung mit weiteren Kosten einfordert. Der Inhaber ist natürlich einmal mehr Herr Polzin den wir schon vom Inkasso Eschborn usw. her kennen.

Hauptforderung            55,00
Gläubigerkosten           12,50
Inkassogebühren          33,50
Auslagen                    6,90
Zinsen                        2,53
Gesamtforderung        110,43

weiter wird dem Leser mitgeteilt, dass der Auftrag, also das Telefongespräch, aufgezeichnet wurde.

…. die Vereinbarung erfolgte telefonisch, das Gespräch wurde mit ihrer Zustimmung aufgezeichnet und liegt uns vor. Es wurde dabei ausdrücklich mit ihnen ein Einzug per Lastschrift zum Ausgleich der Forderung vereinbart.

Alleine diese Aussage ist bereits wieder an der Grenze des legalen. Das Gespräch wäre nur dann ein Beweismittel, wenn es in der ganzen Länge vorliegt. Dies wird aber nicht der Fall sein, denn wie uns alle Leser mitteilen, wird die Herausgabe der Kontonummer und der Ausgleich des GEWINNES  besprochen, kein Wort vom Einzug von XX Euro für Millionenspiel.at. Die „geschulten“ Anrufer wissen genau, wie sie die Opfer zur Herausgabe der Kontonummer zu behandeln haben. Der eigentlich Grund für die Angaben der Kontonummer wird bewusst verschwiegen bis diese angegeben wurde, erst dann wird eher nebensächlich vom einem Millionenspiel gesprochen. Die Kontonummer wurde aber nie für eine Auszahlung eines Gewinnes aufgenommen, sondern einzig aus dem Grund, gleichzeitig eine Abbuchung vor zu nehmen. Dies ist arglistige Täuschung und so kann niemals ein Vertrag zustande gekommen sein.

Das Schreiben von Herrn Polzin reicht aber bei vielen, Angst zu verbreiten und viele bezahlen dann die Forderung aus der Angst heraus, einer Lohnpfändung oder eine Betreibung zu entgehen.

Allen so Geschädigten und Abgezockten können wir nur empfehlen, bezahlen Sie keinen Euro. Wir haben für Sie einen Musterbrief, denn wir gerne auf Ihre Geschehnisse anpassen. Oder Sie verwenden folgendes Muster und passen es Ihrem Vorfall an. In vielen Foren wird auch geschrieben, auf die Forderung gar nicht einzugehen, was wir aber  so nicht  unterschreiben wollen.

Sehr geehrter Herr Polzin

Betrifft:  Forderung Aktenzeichen XXX, Gläubiger global factoring inc.,

In allen Belangen widerspreche ich der oben angegebenen Forderung. Ich bin mit der angegebenen Firma nie einen Vertrag eingegangen, weder bei einem Telefongespräch noch schriftlich.  Am Telefon wurde von einem Gewinn gesprochen und ich müsse nur noch meine Kontonummer angeben, diese habe ich ohne gross zu überlegen, im Glauben aber an einen Gewinn, bekannt gegeben. Es wurde nicht von einem EINZUG gesprochen  sondern von einem AUSGLEICH des Gewinnes.

Erst danach begann der Anrufer von   Millionenspiel.at zu sprechen. Ich habe darauf geantwortet, dass ich kein weiteres Interesse habe, worauf dieser, ohne auf meine Einsprachen zu reagieren, mitteilte, dass ich alles noch schriftlich bekomme, worauf  das Telefonat beendete wurde. Schriftlich kam nichts und mein Versuch die Firma zurück zu rufen, endete dieser bei einer „nichtanwählbaren“ Nummer ohne Besitzer.

Die Forderung ist so auf betrügerische Weise entstanden und sollte ich durch Sie oder den Gläubiger, weitere Forderungen erhalten sehe ich keinen anderen Weg mehr, als dies bei der örtlichen Polizei zur Anzeige zu bringen. Ich frage mich, wie Sie als Druckmittel, selber von einem Beweis sprechen können, der durch eine Aufzeichnung eines Telefonats zustande gekommen sein soll. Sollten Sie wirklich im Besitz meines Gespräches sein, müssten Sie im Wissen sein, dass ich kein Interesse anmeldete und dass die Herausgabe meiner Kontonummer durch die betrügerische Ansage eines Gewinnes der ausbezahlt werden soll, erzwungen wurde. Sie machen sich damit selber der Mittäterschaft in einem Betrugsfall schuldig.

mfg

Es stellt sich immer wieder die Frage, warum macht sich eine Inkasso-Organisation bzw. ein Herr Udo Polzin nicht strafbar, wenn sie/er im Wissen einer betrügerischen Forderung diese dennoch beim Schuldner einfordert und sogar wissentlich falsche Behauptungen aufstellt. Solange nicht endlich ein Gericht ein Machtwort spricht, muss jeder Fall einzeln behandelt werden, selbst Anzeigen bei der Polizei bringen nur bedingt etwas da sie einzeln behandelt werden müssen. Sammelklagen wie die USA kennen wir leider in der EU nicht. Und so wird es noch tausende kleine Polzins geben.

Wir sind leider „gebeten“ folgenden Wortlaut zu verkünden.

Dieser Beitrag ist unter der Meinungsfreiheit des Schweizer/EU Rechts entstanden. Die Angaben können, müssen aber nicht stimmen. Betrug ist in diesem Beitrag nicht mit gesetzlichem „Betrug“ gleich zu setzen. Betrügerisch ist die Meinung des Schreibers und nicht mit dem  Juristischen/Gesetzlichen Text „betrügerisch“ zu vergleichen.

Weitere Informationen, wichtige Hinweise werden wir im Forum veröffentlichen >>>

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2 Antworten zu “Polzin fordert wieder im Sekundentakt

  1. Wir erhalten viele Mails mit folgendem oder ähnlichem Inhalt. Anscheinend wurden viele Betrogene 2 bis 3 mal telefonisch kontaktiert. Bei einem ersten Gespräch wird von Gewinn, Gutscheinen etc. erzählt die ausbezahlt und versandt werden sollten. Beim zweiten Gespräch, dass die Gegenstelle dann auf Band aufnimmt, wird nur noch von einem KONTOAUSGLEICH gesprochen und darum müssen man die Kontonummer angeben. Hier fallen viele Personen drauf rein. Bei einem Widerspruch via FAX oder E-Mail wie angegeben, stimmt die angegebene FAX-Nummer nicht. Mails kommen anscheinend nie an. Ein Widerruf ist also nur schriftlich via Post möglich.

    AUSZUG/Brief 34

    Ich habe mittelerweile meinen zweiten Brief von der Zentralen Inkassostelle aus Mainz bekommen und würde Sie Bitten mir ein Schreiben zukommen zu lassen, damit ich von diesm Herrn Polzin nichts mehr in meiner Post habe.

    Laut dem Schreiben des Herrn Polzin gibt es eine vertragliche Vereinbarung seit dem 23.10.2009 für das Projekt: Millionenspiel AT. Ich kann mich daran erinnern das ich an diesem Tag einen oder mehrere Anrufe einer Dame hatte, da die Telefonate während der Autofahrt nach Kroatien waren. Ich kann mich nicht mehr erinnern um was es genau ging, nur das sie einen Teil meiner Kontodaten kannte und ich die letzten Stellen zur Sicherheit wiedergeben musste. Dies tat ich auch aber da ich mit dem Auto fuhr konnte ich nicht nachschauen wie meine Kontonummer genau ging und so sagte ich eine Nummer, bei welcher ich glaubte das sie stimmt und diese wurde von der Dame bestätigt.

    Da ich aber bis dato nie eine Abbuchung oder ein Schreiben bekam, dachte ich mir das ganze hat sich erübrigt. Dachte ich bis die Briefe der ZI anfingen. Am besten gefällt mir in den Schreiben, dass Forderungen erworben wurden. Wie kann mir jemand mit einer Inkassostelle Rechnungen schicken, obwohl ich nie von dieser Firma ein Schreiben oder einen Belegschein erhielt? Des weiteren wundert es mich, dass nur der Betrag für ein Monat in Rechnung gestellt wird und nicht der Betrag der sich aus der „Laufzeit“ ergeben würde (55€ pro Monat).

    Ich bitte sie mich in diesen Belangen zu unterstützen und verbleibe

    Mit freundlichen Grüßen

    SF

    Auszug Brief 13
    Hallo!
    Bitte helft auch mir. Habe vor Ewigkeiten (angeblich am 20.10.2010) im Fieberwahn meine Kontonummer und Bankleitzahl wegen eines angeblichen Gewinnes angegeben. Soweit ich mich erinnern kann, kam ein zweiter Anruf, in dem das Gespräch aufgenommen wurde. Nach ein paar Wochen kam ein Brief mit Reisegutscheinen und einen Brief betreffend „gewinnbringende Teilnahme am Millionen-Spiel“, wobei im unteren Abschnitt ein „Millionen-Spiel-Gewinner Scheck“ aufgedruckt war, jedoch mit einer falschen Kontonummer. Daraufhin schrieb ich am 23.11.10 eine Kündigung an die Fa. Millionen-Spiel. Am nächsten Tag bekam ich ein Mail, dass ich die Widerrufsfrist versäumt hätte bla, bla,bal … Am 25.11.10 schickte ich, da ich auf der Rückseite des Briefes las, dass Kündigungen per Fax oder eingeschrieben zu erfolgen haben, nochmals eine Kündigung per Fax, wobei ich jedoch nur einen Sendefehler als Bestätigung bekam. Somit sendete ich nochmals meine Kündigung per Mail.
    Im Dezember bekam ich zwei idente Briefe nur jeweils mit einer anderen Kundennummer mit jeweils einem € 500,– Hotelgutschein, habe ich natürlich nicht eingelöst.
    Monate später, irgendwann im Juli (war gerade drei Wochen im Urlaub) bekam ich einen Brief von der ZI (Polzin) „Forderung der Firma Global Factoring- Millionenspiel AT“ eine Forderung von € 110,63. Sofort zu bezahlen! Habe nicht darauf reagiert.
    Gestern bekam ich wieder einen Brief von der ZI (Polzin) eine Forderung über 111,05, bei nicht Bezahlung wird die Auftraggeberin gerichtliche Schritte gegen mich einleiten, was zu Kosten von € 285,41 führen wird.

    Wie sehen Sie meinen Fall? Ich weiß nicht was ich tun soll. Soll ich zahlen, oder einen Brief schreiben und wenn, was soll ich schreiben. Wenn ich bezahle, ist dann Ruhe oder geht es noch weiter? Habe gestern im Forum einiges gelesen und hoffe, dass Sie auch mir helfen können. Sende im Anhang sämtliche Korrespondenz mit der Firma.

    Mit der Bitte um Hilfe verbleibe ich

    mit freundlichen Grüßen

    AA

    Wir raten nach wie vor allen Betroffenen keinen Euro zu zahlen. Fast alle „Verträge“ sind unter vorspielen falscher Tatsachen entstanden. Alle die sich an uns wandten wurden geködert mit einer Gewinnauszahlung, niemand hat aber je einen Euro erhalten.

  2. Pingback: Millionentraum, Millionenlos, Millonengewinne « Belugas Abzocker Blog

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