Windowshilfe für 239 Euro im Jahr


Einen Eintrag auf unserem Grünen-Brett (Aufpassen aber OK) hat die im Augenblick überall zu findende Werbung für Windows Hilfe verdient. Seit Jahren ist sie im Netz nun mit Windows 10 Hilfen.

Fachverlag für Computerwissen nennt man sich, tritt unter computerwissen.de oder fachverlag-computerwissen.de auf und bietet den ersten Geschwindigkeitsregler für Windows oder Windows 10 perfekt beherrschen an.

Es soll das erste Programm sein, dass den Namen Geschwindigkeitsregler für Windows verdient. Überall wird er GRATIS angeboten und wer ihn dann Downloaden will kommt immer wieder auf die folgende Seite >>>

Hier wird mit Marker vor allem das Gratis hervorgehoben. Es wird viel geschrieben und man merkt schnell, hier geht es nicht nur um ein Programm. Wer sich dann die vielen Vorteile durchgelesen hat wird auch bemerken, dass er vor allem etwas ganz anderes, als dieses gesuchte Programm bestellen muss/kann/darf.

Dies kostet dann 14,95Euro  pro Ausgabe und dies 12 bis 16 mal im Jahr. Satte 239 Euros oder 410 Franken im Jahr soll man also für diese Tipps vom selbsternannten Windows-Profi bezahlen. Dafür kriegen Sie im Buchhandel ein sehr gutes Fachbuch mit Hotline und wirklicher Hilfe und machen sich noch ein schönes Wellness-Weekend mit ihrem Partner/In

Die Bedingungen sind klar und fair, man kann jederzeit zurücktreten, ist ein bisschen wie früher bei den Zeitschriften.

Wir meinen ein nicht unfaires aber viel zu teures Hilfepaket, dessen Inhalt man auch so im Internet finden wird. Es scheint eh ein Muss für alle Medien zu sein. in jeder Ausgabe und immer und immer wieder sind die Titel, Windows nun Fehlerfrei, Windows schneller, Windows ohne Probleme, Windows aufgeräumt, Windows 10 perfekt beherrschen..usw. Dabei werden Terabyte Tools auf DVD verfrachtet. Tipps abgegeben die kein „Schwein“ braucht und sich viele Anwender dann wundern, warum dieses oder das andere Programm nun nicht mehr richtig läuft dafür aber der PC um 1% schneller geworden ist.

Um zum obigem Angebot zurück zu kommen Wer das ganze Paket bewusst bestellt und sofort auch wieder kündigt, kann ein weiteres Tool für Windows erwerben und sich einige Tipps und Tricks abholen. Mehr nicht. Der angebrachte TEST der wohl an ein bekanntes Label erinnern soll, bringt uns aber etwas zum lächeln, da wird ein „sehr gut“ abgegeben für ein eigenes Produkt im eigenen Test.

Gross und vor der Anmeldung, ist klar ersichtlich das man etwas kostenpflichtiges bestellt, leider fehlen im Anmelde-Teil aber auch hier Hinweise auf die Kosten…

Auszug des Angebotes:

Jetzt gratis testen – inklusive Vertrauensgarantie
Kein Kleingedrucktes – alles fair im Überblick

Ja, ich möchte ab sofort vom neuen Fachinformationsdienst „Windows-Probleme lösen“ profitieren. Bitte senden Sie mir deshalb die aktuelle Ausgabe, die ich in jedem Fall behalten darf, umgehend zu. Wenn ich innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der Ausgabe nichts Gegenteiliges mitteile (Postkarte genügt), erhalte ich jährlich 12 bis 16 Ausgaben von „Windows-Probleme lösen“ zum günstigen Preis von nur 14,95 € pro Ausgabe. Eine Kündigung dieser Vereinbarung ist jederzeit mit einer Frist von 4 Wochen zum Ende eines Bezugsjahres möglich.

Meine Geschenke, den 1. Geschwindigkeits-Regler für Windows, die Liste aller gelösten Windows-Probleme von A-Z, die erste Ausgabe von „Windows-Probleme lösen“, die Gratis-DVD sowie die 30-Tage-E-Mail-Flatrate für Windows-Probleme, darf ich in jedem Fall behalten.

Diese Anforderung kann ich innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der Probeausgabe jederzeit widerrufen. Zur Fristwahrung genügt die
rechtzeitige Absendung einer kurzen Mitteilung an:

Fachverlag für Computerwissen
Theodor-Heuss-Straße 2-4
53095 Bonn

Damit hat sich die Angelegenheit für mich erledigt. Ich zahle keinen Cent.

Im Anmeldeteil wird dann aber gänzlich auf die Kostenangaben verzichtet und wieder nur auf die GRATIS-Artikel hingewiesen.

11 Antworten zu “Windowshilfe für 239 Euro im Jahr

  1. Oh ja da spricht mir jemand aus dem Herzen. Ich würde es aber noch etwas genauer betitteln. Eigentlich ist das alles Abzocke. Wenn man 8 (7) Seiten für eine Ausgabe mit Tips verwendet, die teilweise wiederholt sind oder garnicht brauchbar sind dann ist das schon sehr unverschämt. Geht man auf die Internetseite, dann ist auch nicht viel zu erwarten. Eines können die jedenjalls gut. Ihre Prudukte anbieten und einen damit zumüllen.

  2. Ich bin leider auf diese Abzocke hereingefallen und erhielt auf meine entsprechende Reklamation folgende Antwort:

    „Ihr Abonnement ist nur jederzeit zum Ende eines Bezugsjahres kündbar. Daher erhalten Sie die Lieferungen von „Windows 10 perfekt beherrschen“ bis zur Ausgabe 12/2016 im Juli 2016.

    Bitte beachten Sie: Auch eine Annahmeverweigerung der Ausgaben befreit Sie nicht vorzeitig von dem Abonnementvertrag.

    Bitte erfüllen Sie Ihren Abonnementvertrag und überweisen Sie falls noch nicht geschehen die offenstehenden Rechnungsbeträge (gilt nicht bei Zahlung per Bankeinzug oder Kreditkarte). Vielen Dank. “

    Wie könnte ich darauf reagieren?

    • Du hast bereits 2 oder 3 Ausgaben erhalten? Die Verträge und die Art wie das Angebot angepriesen werden, entsprechen leider dem Gesetz. Jedoch ist das Angebotene eine reine Augenwischerei.
      Es kann nicht ankommen, dass hier für einige wenige Seiten (6 bis 10) die meist nicht einmal sauber neu aufbereitet wurden, 15 Euro fällig werden.
      Das Abo kann man unseres Wissen nicht anfechten. Wir selber sind dazumal auf diese reingefallen. Erst als wir den Inhalt in Frage stellten und Fehler bemerkten, konnten wie den Vertrag nach 4 Monaten auflösen.
      Es gab damals ein Forum dass sich fast ausschliesslich um diese „netten“ Leute kümmerte, leider wurde es unlängst gelöscht.
      Eventuell kann Dir ein Leser helfen oder Leser senden Fehler aus dem Inhalt und wir machen zusammen ein Schreiben..

      • Das ist NICHT gesetzeskonform! Die Kosten müssen auf den ersten Blick deutlich zu erkennen sein. Im Kleingedruckten versteckte Kosten sind unwirksam und müssen nicht bezahlt werden, insbesondere, da mit „Gratis“ geworben wird.

  3. Danke für die interessanten Ausführungen.Ich habe in der Zwischenzeit um eine Kopie des Abo-Vertrages gebeten und bin nun gespannt wie der aussieht.Es geht ja immer auf dem Email-Weg und nie über die reale Zusendung per Post.Und schnell quillt das Email-Konto über – zumal man lange Zeit krankheitshalber ausfiel.
    Man konnte so also nie einen fristgerechten Widerspruch einlegen.Auf dieser Masche tanzen natürlich bewußt diese Abzocker.Ich bleibe also weiter am Ball und sofern sich etwas neues ergibt melde ich mich wieder.

  4. Meine Antwort am 29.11 :

    entschudigen Sie bitte auch meine deutlichen Worte.
    Sie sind eigentlich eine fiese Abzockerbande.
    Rechne : 1 DVD mit einer ihrer W10 Brochure ist kostenlos.
    Windows 10 ist sowiso meistens kostenlos.

    Aboverpflichtung:
    18 mal der Bezug einer W10 Brochure zum Preis von Euro 14.95 = 269.10 !!

    Wenn sie auf ihrer Hompage noch Beiträge über Windows 3.1 veröffentlichen, sagt dies eigentlich alles über ihre Kompetenz.

    Am 28.11.2015 um 20:33 schrieb Nils Matthiesen, Chefredakteur von Windows 10 perfekt beherrschen:
    > Hier klicken, um das Windows 10-Sorgenfrei-Paket sofort herunterzuladen
    >
    > Lieber Windows-Anwender,
    >
    > entschuldigen Sie bitte vorab, dass ich Ihnen diese deutlichen Worte sende: Kündigen Sie endlich Ihrem angestaubten Windows-Betriebssystem! Denn mit Windows 10 ist das Betriebssystem der Zukunft bereits heute erhältlich. Und das auch noch vollkommen kostenlos.
    >
    > Ich kann hier und heute noch einmal bestätigen:
    >

  5. Einfach nicht bezahlen! Die Firma weiß selbst, dass das Betrug ist. Die werden nicht gegen euch vor Gericht ziehen, weil sie wissen, dass sie keine Chance haben. Das „Abo“ ist NICHT gesetzeskonform, weil deutlich mit „gratis“ geworben wird und dir Kosten nur im Kleingedruckten versteckt sind. Das sind überraschende Klauseln und diese sind laut UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) unzulässig und damit unwirksam.

    Ich mache das immer so: Ich gebe in denen ihren Formularen erfundene Daten (Name und Adresse) ein und klicke auf “ Gratis testen“. Dann freue ich mich, wenn die Rechnungen und Mahnungen an Leute verschicken, die es gar nicht gibt. Und dann kommt das alles mit der Post wieder zu denen zurück und die haben nur noch Ausgaben, aber keine Einnahmen.

    Macht das doch auch so, dann legen wir denen gemeinssm das Handwerk!

  6. Ich bekomme auch öfters solche Werbe-Mails vom Fachverlag für Computerwissen, wo mir ein Abo angedreht werden soll. Ich gebe dann jedes Mal frei erfundene Namen und Adressen ein, dann können die ihre Bestellung ja mal an Leute liefern, die es gar nicht gibt. Dann zahlt natürlich auch keiner und jeder Versuch von denen, ihr Geld einzutreiben, dass denen angeblich zustünde, läuft ins Leere! Macht das doch auch, je mehr, desto besser, dann wird denen die Lust auf unseriöse Abo-Werbung schon noch vergehen!

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