Vorsicht wenn sie nach ihrem Namen gefragt werden


Nicht Neu, aber immer beliebter sind folgende Gespräche am Telefon. Sie zeigen, dass man heute im Jahr 2010/2011 das Telefon nicht mehr mit Namen abnehmen sollte, wenn die Nummer unbekannt erscheint oder unbekannt ist.

Glingeling…………

Wanner

Hallo

Ja Hallo

Ist Hier Frau Susanne Wanner

Ja

Sie wohnen an der Ackerfeldstrasse 12

Ja

In 34455 Willenberg

Ja

Dann dürfen wir Ihnen gratulieren, sie haben bei uns gewonnen. Darf ich noch kurz Ihr Geburtsdatum wissen um mich zu vergewissern, dass es sich um die Gewinnberechtigte Person handelt?

(sollten erst hier Zweifel bei der angerufenen Person kommen, lügt man vor man sei von XX, irgend einer Landes bekannten Lotterie oder Telefongesellschaft.)

14.10.1955

Der Anrufende legt nun sehr schnell auf und meldet, dass man sich nochmal mit ihnen in Verbindung setzten werden.

Der Typ am anderen Ende hat seine Aufgabe erledigt. Die Aufnahme der Grunddaten von Frau Wanner. Das ist sein Auftrag, eventuell ein Mitschnitt der laut und deutlichen „JA“ von Frau Wanner mehr nicht.

Diese Angaben werden nun weiter verkauft. Tausende ja hunderttausende solcher Adressen schwirren herum.  Was fehlt sind evtl. noch die Kontodaten von Frau Wanner für die Aboabzocker, die anderen Angaben genügen einigen schon um Telefonverträge etc. auszulösen.

Doch diese Mafia ist nicht alleine, es gibt noch die Internet-Adress-Jäger. Mit Gratis-Tools etc. fängt man weitere Adressen und IP Nummern. Auch belanglose Angaben wie, „wohnen Sie zur Miete“, „In einem Haus“, „haben sie Haustiere“, „wenn ja welche“ etc. belanglos angekreuzt führen sie zu schwerwiegenden Folgerungen.

Ganz Cleverere verbinden nun diese Daten und so wird aus unserer Frau Susanne Wanner, eine Frau 55 Jahre alt, Besitzerin einer Katze, keine Hunde, alleinstehend und in einem Einfamilienhaus wohnend. E-Mail s.wanner@gmx.xxx

Na da lässt sich schon viel machen. Es reicht ein weiteres Telefon um Frau Wanner nun mit diesem Wissen über sie zu überraschen und ihr mitzuteilen, dass man nur noch ihre Kontodaten brauche um einen Gewinn, eine Reise etc. auszulösen. Im Telefon-Marketing geht man nun weiter und versucht einen Vertrag und einen Providerwechsel zu verkaufen. Dabei sind einige sogar bereit sich als Mitarbeiter der Konkurrenzfirma anzugeben. Nachweislich bei TalkEasy! in der Schweiz gemacht, wo sich die Anrufer als Mitarbeiter der Swisscom ausgeben. Ebenso kommen vermehrt Telefonate aus Italien, die im Auftrag einer Tierzentrale anrufen. Bei Leuten mit Katzen erhalten sie am Telefon schnell vertrauen, den wer kann schon wissen, dass ich eine Katze habe. Nun will man Ihnen noch Musterfutter und eine Katzenmatte schenken und fragt ganz neben läufig ob dann immer jemand zuhause ist.  Wenn nein wo man die Sachen den eventuell sicher hinstellen könne und / oder ob dir Nachbarn evtl. Einsicht an diesen Ort haben.

Nun wissen wir schon mehr. Frau Wanner, mit Ihrer Katze wohnt alleine ist am Nachmittag nie Zuhause und man kann die Garageneinfahrt von nirgends einsehen. Eine Katzentüre und ein Balkon ist vorhanden (1 Minute und die Türe ist offen). Den Einbrechern, Gaunern ist Tür und Tor geöffnet.

So nun haben wir alle Daten von Frau Wanner, die gemütlich zuhause sitzt und auf den Gewinn wartet.  Was aber sicherlich kommt ist eine Abbuchung von Ihrem Konto, zumindest in Deutschland, in der Schweiz ist dies ohne Abbuch- Ermächtigung nicht möglich.

Mit diesen Daten, den mitgeschnittenen JA’s auf Band etc. lässt sich nun wirklich alles machen. Kurzer Anruf bei Frau Wanner genügt um ein weiteres Abo zu verkaufen. Einzug loslassen und mal warten was passiert. Reklamiert der Betrogene, hält man ihm die Bandaufnahmen und den Anruf vom xx vor. Bei älteren Personen genügt das, um weiter abbuchen zu können. Eventuell kommt nun auch noch ein lieber Besuch, der in der Abwesenheit von Frau Wanner schon einige Sachen findet wird.

Wer kauft den solche Daten….????

Lesen Sie mal unseren Blog!

Ihnen kann dies nicht passieren??

Na so beginnen viele der Mails die wir nun erhalten.

Ganz nebenbei. Wenn Sie persönlich keine Einzugsermächtigung aufgegeben haben, können Sie bei allen Banken in Deutschland 12 Monate, Belastungen Rückbuchen lassen, nicht wie ihnen die Bank weise machen will nur 6 Wochen.

Wenn Sie ein Telefonat aus Italien (im Augenblick aktuell) erhalten die nach Haustieren etc. fragen, melden sie das Telefonat der örtlichen Polizei am besten mit der Rufnummer die meistens nicht unterdrückt wird. In der Schweiz ruft die Kantonspolizei Aargau alle Betroffenen auf, dies sofort zu melden. Auf ProBasel wird auch das nahe Deutschland und Frankreich  informiert >>>

2 Antworten zu “Vorsicht wenn sie nach ihrem Namen gefragt werden

  1. Ungefähr bei „gewonnen“ würde ich dann „kein Interesse“ sagen oder gleich kommentarlos auflegen. Ich habe früher öfters ähnliche Anrufe bekommen, seit ich aber in keinem Telefonverzeichnis mehr stehe, nicht mehr.

    Einmal wars auch ein nicht zu stoppender Redeschwall, wo ich dann einfach mittendrin aufgelegt habe, ist auch kein Rückruf mehr gekommen.

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