Kaum zu glauben.. Kindsmörder erhält Entschädigung


Unter die Rubrik <Kaum zu glauben> stellen wir folgenden Gerichts-Entscheid Online, dies, weil wir solche Urteile nicht glauben wollen/können.

Bubigesicht(*)und Kindermörder Magnus Gäfgen erhält vom Land Hessen mehr als 3000 Euro Entschädigung:

Begründung:

Während des Verhörs im Jahre 2002 hat einer der Beamten „Gewalt“ angedroht, wenn Bubigesicht(*) nicht das Versteck des entführten Jungen preis gäbe. Es ist klar, dass der Beamte zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen konnte, das Bubigesicht das Kind bereits umgebracht hatte. Dies verletzte die Menschenwürde.

Das Landgericht Frankfurt hat nun entschieden dass Bubigesicht(*) nun nicht die geforderten 10’000 Euro aber wenigstens 3’000 plus Zins erhalte.

Wörtlich:

Richter Christoph Hefter : Der Beamte hätte durch die Androhung von Schmerzen planvoll und vorsätzlich in die Menschenwürde eingegriffen. Dieses höchste Verfassungsgut könne aber keinem Menschen abgesprochen werden,  mag es angesichts der von dem Kläger begangenen Straftat auch schwerfallen.

Lieber stirbt also ein entführtes Kind, als dass man den Entführer unter Druck setzten darf. Wir hoffen das der Heyne Verlag  nun das angekündigte Werk Um Leben und Tod – Wie weit darf man gehen, um das Leben eines Kindes zu retten? veröffentlicht. Der Verlag wollte das Urteil abwarten.

Informativ:

Gäfgen hat 2002 den 11 Jährigen Jakob von Metzler entführt und umgebracht und Lösegeld verlangt.

Mehr Informationen und REAKTIONEN auf MSN

(*) Mein Eindruck von diesem Typen und ich mag den Namen nicht mehrfach schreiben.

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7 Antworten zu “Kaum zu glauben.. Kindsmörder erhält Entschädigung

  1. Es ist ungeheuerlich!!! Was ist das für ein Rechtssystem? Gibt irgendjemand den Opfern (wenn sie denn überleben) oder den Familien etwas? Die werden wohl noch an den Prozeßkosten beteiligt!
    Dieser Richter gehört zu Bubigesicht in die Zelle!

    Unglaublich, was in Deutschland möglich ist!

    • Ich kann dem nur beipflichten, es ist unglaublich, das man für einen Mord an einem Kind noch bezahlt wird. eine Schande für die deutsche Rechtssprechung- aber Recht gibt es ja in deutschland schon lange nicht mehr, hier herrscht das Gesetzt der Reichen und alles andere fällt durch, um so reicher man ist und um so skrupelloser man ist um so angesehner ist man,…armes Deutschland….

  2. Ich kann dem ganz und gar nicht beipflichten und muss auch hier einmal wieder feststellen, wie schnell Recht und Rechtsprechung vorschnell wegen mangelnder Kenntnisse „verurteilt“ werden.
    Keune Angst: Das hier gefällte Urteilt zeigt, wie gut doch das bundesdeutsche Rechtssystem und wie unabhängig und frei (z.B. von politischer Korrektness oder irgendwelchen „Volksmeinungen“) sind.
    Warum? Ich darf es erklären:
    Was war geschehen/unstrittiger Tatbestand:
    Der in Untersuchungshaft befindliche, des Mordes verdächtigte Gäfgen wurde von einem Polizeibeamten während Ausübung seines DIenstes gefoltert.
    (Der Polizist ist mittlerweile wegen dieser Sache rechtskräftig verurteilt und befindet sich nicht mehr im Polizeidienst; dies nur als Indiz).
    Die Folter verstößt gegen das Grundgesetz. Gäfgen sind die Menschen oder Bürgerrechte nicht aberkannt, sofern das überhaupt in einem Rechtsstaat möglich ist. Und in Gestzen von freiheitlichen Staaten stehen da keine Ausnahmen drin; dies auch aus gutem Grund.
    Er hat somit zivilrechtlich ganz klar einen Anspruch auf Schmerzensgeld.
    HIER GIBT ES ALSO GAR KEINE ANDERE ENTSCHEIDUNG ALS DIE GETROFFENE.
    Man muß Rechtsfälle klar voneinander tennen und das geschieht hier auch, Gott sei Dank!
    Aber hier noch etwas zum Trost, damit „die Ritter der Gerechtigkeit“ auch noch zu ihrem Recht kommen:
    Die Eltern/Verwandten des getöteten Kindes haben zivilrechtlich ebenfalls einen Anspruch (gegen den Mörder des Kindes) und zwar in beträchtlicher Höhe. Hier dürften wohl möglicherweise Titel gegen ihn erwirkt worden sein. Anzunehmen ist, dass er zur Zahlung des ganzen SG bisher nicht in der Lage war. Somit kann das SG für ihn nun von der Familie möglicherweise gepfändet/aufgerechnet -wie auch immer- werden.

    Oft hilft es, mal noch einen Schritt weiter zu denken, bevor man hier gleich den Entrüsteten gibt.

    Entschuldigt den manchmal scharfen Ton, aber ich kann mir den Schmarrn, den man sich über unser angeblich schlechtes Rechtssystem nun anhören muss, einfach nicht mehr hören.
    Der Vorfall zeigt im Gegenteil die Güte unseres Rechtssystems.

    • Hallo Hans
      Ich werde Deine Meinung akzeptieren, Du meine nicht. Bis zum jetzigen Zeitpunkt 10. August 2011 um 16:00 Uhr ist folgendes Tatsache:
      Gäfgen würde bei der Befragung Gewalt angedroht (nicht ausgeübt). Der Beamte tat dies auf Geheiss seines direkten Vorgesetzten. Dies ist immer noch der aktuelle Stand..

      Die Beamten mussten davon ausgehen, dass das Kind noch am Leben ist und so alles unternehmen sollte um das Leben dieses Kindes zu schützen. Es stand ausser Frage (zu diesem Zeitpunkt), dass Gäfgen das Kind entführt hat.

      Und hier scheiden sich Deine und mein Geister.
      Ich akzeptiere in diesem Fall sogar Gewalt, es geht um ein Menschenleben. Du wirst mir nun vorwerfen, ich lebe im Mittelalter, Ok.. Aber lass mir meine Meinung ich lass Dir Deine, dass es schon recht ist so. Ich bin auch der Meinung, dass kein Betrag dieser Welt den Verlust des eigenen Kindes wieder gut machen kann, aber das ist wider eine andere Geschichte..
      Und so können wir uns an Geschichten „erfreuen“ wie sie im Augenblick in London abgehen, Polizisten die wohl Ihren Schlagstock in die Höhe halten dürfen, zusehen wie Jugendliche andere MENSCHEN verprügeln, wie Häuser angezündet und Geschäfte ausgeraubt werden und aus Angst, das es Jugendliche unter 16 Jahren dabei hat, nicht hart eingreifen dürfen. Die Feuerwehr die nicht an den Brandherd fährt, aus Angst selber verprügelt zu werden… Schöne Welt, die Du da beschreibst. Aber streng nach Gesetz. Wir haben hier, bevor wir diesen Artikel veröffentlicht haben, sehr wohl weiter Gedacht, wir kennen die Gesetze. Das das Urteil rechtens ist, nehmen wir nicht nur zur Kenntnis sondern stellen auch wie Du, jeden Mensch gleich.

      • Hallo Beluga,

        ich muss hier schon wieder klarstellen:
        a) Meine Stellungnahme zum Thema war nicht in persona gegen dich gerichtet. Deshalb LASSE ich nicht nur deine Meinung, ich habe sie gar nicht in Frage gestellt.
        b) Es hat nämlich gar nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun; keine Frage, die bleibt natürlich von mir unberührt (auch das ist ja ein Grundrecht ;-). Vielmehr reden wir von einem Urteil, das ein Gericht gesprochen hat. Dieses ist dem geschriebenen Recht verpflichtet (Gesetz) und der laufenden Rechtssprechung. Und nun: Wie soll den nun die betreffende Bestimmung/Paragraf des Gesetzes aussehen? Etwa so (??):
        (Satz 1) Die Würde des Menschen ist unantastbar.
        (Satz 2; neu) Dies gilt nicht für des Mordes verdächtige, in Untersuchungshaft sitzende Bubis mit Milchgesicht (untypisches, verdächtiges genetisches Merkmal).
        (Satz 3) Die in Satz 2 bezeichneten Personen dürfen nach pflichtgemäßem Ermessen der Exekutive mit Zuchtmaßnahmen in Wort und Tat, auch Leib, Leben und seelisches Befinden angreifenden, überzogen werden.
        (Satz 4) Dazu dürfen auch nach Ermessen geeignete Werkzeuge zur Anwendung kommen.
        (Satz 5)….
        c) Nur bei einer solchen Formulierung des GG hätte man zu einem anderen Ergebnis kommen können.

        Beluga, Hand aufs Herz: Erinnert dich eine solche Formulierung nicht verdammt an ganz bestimmte 12 Jahre unserer Vergangenheit? Das will aber niemand mehr…

        Aber doch noch eines:
        Besonders bedenklich an deiner Meinung finde allerdings nur eines: Die Erwähnung seines Aussehens. Mithilfe seiner genetischen Eigenheiten (ein individuelles Merkmal der Natur, dessen Bestandteil wir alle sind) versuchst Du hier negativ gegen ihn zu argumentieren (Milchgesicht, Milchbubi oder wie auch immer). Überdenke das dringend; ich denke du weißt selbst was so etwas ist. Es hat auch mit den 12 Jahren zu tun.

        Grüße

      • Hi Hanns
        Ich habe den Namen Milchgesicht/Bubigesicht in (*) geschrieben. Der Stern steht darum da, weil ich den Namen xx nicht mehr schreiben mag. Diese Art der Personenbezeichnung ist primitiv, da gebe ich Dir recht. Und doch… ja es ist meine Meinung zu dieser Person. Da ich Texte nicht mehr editiere wenn Antworten gegeben wurden, muss ich es so stehen lassen.
        In einer Sache haben wir uns missverstanden: Gewalt androhen oder ausüben ist nicht ganz das selbe. Natürlich verstehe ich, dass bei einer Person wie XX, dies zu anderen psychischen Reaktionen führen kann, denn XX hat ja keinen Skrupel ein unschuldiges Kind umzubringen. Wenn man einem solchen Menschen Gewalt androht, mag er dies ebenso mit Tod und Teufel assoziieren.
        Wie auch immer zum Zeitpunkt des Verhörs war das Kind schon Tod. Nichts macht es mehr lebendig, nichts wird den Verlust aufwägen können.
        Für mich ist verständlich was auf diesem Posten vor sich gegangen ist, auch wenn es nicht rechtens war.

  3. Traurig das der Polizist der versucht ein Kind zu retten auch noch als der Verbrecher hingestellt wird (ER WUSSTE JA ZU DEM ZEITPUNKT NICHT DASS DAS KIND SCHON TOT WAR) da hast du recht, armes Deutschland.

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