Bayern geht aktiv gegen Internet Betrüger vor


Während die einen noch streiten, wann und ob überhaupt die Buttonlösung eingeführt werden soll und wir lange man den Abzockern Zeit geben will, und wer den das ganze bezahlen soll, geht Bayern seinen eigenen Weg.

54 Computer- und Informatik-Experten treten in diesem Jahr ihren Dienst bei der Kriminalpolizei an. Diese Experten wurden  zusätzlich zu Vollzugsbeamten ausgebildet. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) war und ist hier auf dem einzig richtigen Weg, dass nicht noch lange um die Betrügereien herumzureden sei, sondern dass nun gehandelt werden muss. 23.000 Straftaten im Zusammenhang mit dem Internet waren 2010 zu zählen, 2011 sollen es noch etliche mehr gewesen sein und dies alleine in Bayern.

Mahnende Worte richtete er auch an Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), die endlich mal hinter ihre Aufgabe sitzen- und einen praktikablen Gesetzentwurf zur Vorratsdatenspeicherung vorlegen soll. Man müsse beispielsweise identifizieren können, wer hinter einer IP-Adresse stecke. „Am virtuellen Tatort hilft kein Fingerabdruckpulver“, erläuterte er weiter (Quelle Heise Online).

Von den 54 Experten werden viele wohl dafür eingesetzt dass Kinderpornografie (laut Hermann das abscheulichste Verbrechen) aufgedeckt und die Täter (dazu gehören auch die Eltern) zur Verantwortung gezogen werden. Beispiele für die zunehmende Cyber-Kriminalität sind Urheberrechtsverletzungen, den organisierten Handel mit illegalen Arzneimitteln und Angriffe auf Unternehmen und Behörden mit Cyber-Attacken. Dass einige der neuen Mitarbeiter aber auch die Abzocke und Gewinnspiel-Truppe im Visier haben dürften, nehmen wir gerne zur Kenntnis.

Natürlich wird Hermann auch kritisiert, so meinte der aus der Partei „DasHabenWirSchonImmerGesagt“ stammende Polizeiexperte Harald Schneider, das ganze Jahre zu spät komme und jeder wisse dass Internetpolizisten zur Bekämpfung der Cyberkriminalität nötig sind.

Hermann sollte auch unbedingt ein Café-Kränzchen mit den Richtern und Staatsanwälten halten. Den was nutzt die beste Polizei, wenn die Obrigkeit die Gauner wieder laufen lässt, oder wegen Verfahrensfehlern die ganze Anklageschrift zunichte gemacht wird.

Von der Politik darf Hermann nicht zu viel erwarten den in Deutschland (und auch der Schweiz) haben wir das Problem, dass unsere Politiker

25% ihrer Arbeitszeit an der Vorbereitung der nächsten Wahlen,

25% am bewältigen der Information rund um die letzten Wahlen und

45% am Fehlersuchen der gewählten Personen der anderen Parteien verbringen.

Nimmt man noch den Arbeitsweg und die Pausen bleiben auch von den restlichen 5% nicht mehr viel. Wir begrüssen deshalb „Ausnahmen„, die noch wissen warum sie gewählt wurden und auch nach der Wahl sich noch daran erinnern, was ihre Parolen waren.  In Österreich sieht es etwas anders aus, da wird wie in Bayern gehandelt und gearbeitet… Oder ?

Informativ:

Die Buttonlösung wird von vielen als gut und von genau so vielen als schlechte Lösung angesehen. Für die ABO-Fallen Mafia ist sie ein Schreckensgespenst, für andere würde das neue EU Recht (an dem noch gearbeitet wird und dessen Einführung weitere 2 Jahre dauern kann) reichen.

Die Speicherung der IP-Adresse über einen bestimmten Zeitraum ist ebenso in Frage gestellt wie einst die einmalige Prozessornummer von Intel. Wer heute anonym im Internet unterwegs sein will, sollte dies auch in Zukunft tun können, schliesslich schreibe ich auch nicht der Bild oder der Süddeutschen, dass ich heute ihre Seite 2 und 3 gelesen habe.  Jedoch sollte dort die IP festgehalten werden (können) wo Daten eingegeben werden.  Dies macht dann aber die Wi-Fi Router und Internetcafés angreifbar.Wenn ich mit frei erhältlichen Programmen in wenigen Minuten die Station meines Nachbarn knacken und als Internet-Einwahl benutzen kann, sind IP Adressen wohl ein fraglicher Beweis.

Wie sieht die neue Buttonlösung den aus.

2) Bei einem Vertrag im elektronischen Geschäftsverkehr zwischen einem Unternehmer
und einem Verbraucher, der eine entgeltliche Leistung des Unternehmers
zum Gegenstand hat, hat der Unternehmer

1. den Verbraucher vor Abgabe von dessen Bestellung durch einen hervorgehobenen
und deutlich gestalteten Hinweis zu unterrichten über

a) den vom Unternehmer bestimmten Gesamtpreis der Ware oder Dienstleistung
einschließlich aller damit verbundenen Preisbestandteile, oder,
wenn von ihm kein genauer Preis angegeben werden kann, seine Berechnungsgrundlage,
die dem Verbraucher eine Überprüfung des Preises
ermöglicht,
b) die gegebenenfalls anfallenden Liefer- oder Versandkosten und
c) die Mindestlaufzeit und eine automatische Verlängerung des Vertrags, wenn
dieser eine dauernde oder regelmäßig wiederkehrende Leistung zum Inhalt
hat, sowie

2. den Bestellvorgang so zu gestalten, dass der Verbraucher eine Bestellung erst
abgeben kann, nachdem er bestätigt hat, den Hinweis gemäß Nummer 1 zur
Kenntnis genommen zu haben.

Ein Vertrag, der nicht unter Beachtung der Nummern 1 und 2 geschlossen wird, ist
nichtig.“

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2 Antworten zu “Bayern geht aktiv gegen Internet Betrüger vor

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