2012 – Werbung wird uns überrollen


Wir sind es uns gewohnt, überall, und bei einer noch so billigen Seite, werden wir mit Werbung vollgekleistert.  Wer einen Beitrag ansehen will, sieht zuerst einmal Werbung, wer ein Online-Spiel startet, wird mit Werbung zubetoniert oder er leistet sich einen kostenpflichtigen Premium – Account. Wer Zeitungsausschnitte sucht, findet eingekapselt zwischen Werbungen dann mit viel Glück den wirklichen Artikel. Wer eine Software sucht und Downloaden will, wird gross auf andere Produkte hingewiesen und relativ klein zum Download selber. Installiert man sich diese und passt nicht auf, hat man sich eine neue Symbolleiste und eine neue Startseite im Browser heruntergeladen usw.

Seit 2005 wird jede nur erdenkliche Möglichkeit genutzt, Werbung einzublenden, manchmal so gut gemacht, dass man diese nicht einmal erkennt. Ganz perfide und aggressive Werbung stellt man bei einigen Anbietern fest, die auch Downloads oder News gratis anbieten. Hier wird nach dem Button „Jetzt Downloaden“ oder „Zum Artikel“ ein neuer Task eröffnet, der eine Werbung zeigt, bei der man sich mit Mail-Adresse anmelden muss. Der ungeübte gibt nun hier seine E-Mail ein und weiss nicht einmal wo er sich nun angemeldet hat. Die Spam – Welle in seinem Postfach die nun folgt, wird er nicht erklären können.

Natürlich gibt es wenigsten für die Werbung in den Browsern, Programme die diese unterbinden, oder zumindest Teilweise.

In Online-Spielen, gibt es die Interne Währung (Coins) gratis, wenn man sich Werbung anschaut oder gar, wenn man im Geschäft XX etwas kauft. So auch in einem Spiel für Kinder in dem man seinen Hund pflegen muss und wenn das Kind sich dann 2 Minuten Werbung für Unterwäsche (Dessous),  oder den Trailer für das neuste Brutalo-Ballerspiel ansieht, bekommt es dann 10 Coins Extra. Das Spiel selber ist aber mit „für unsere Kleinsten“ angepriesen.

Na und, werden Sie nun sagen. Die Welt ist so und was will man die eigenen Kinder vor etwas schützen, was halt real vor der Haustüre geschieht.

Angst macht einem einzig, die immer mehr festzustellende „nicht erkennbare“ Werbung mit der man auch die Altersgrenze umgehen kann. Für Eltern wird es immer schwerer zu erkennen, was und wie ihre Kinder im Internet mitbekommen.

Den Höhepunkt erlebte unsere Leserin C.D aber am vergangenen Wochenende.  Zusammen (zum Glück) mit Ihrer Tochter wollte sie ein Wimmelbild – Spiel herunterladen. Diese werden gerne für eine bestimmte Zeit (1 Stunde) gratis angeboten, gefällt es einem, kann man es dann kaufen. Beim Klick auf „jetzt herunterladen und 1 Stunde gratis Spielen“, öffnete sich neben der Downloadseite ein neuer Tab mit dem Inhalt von Porno XXX_Large, auf der Startseite animierte Bilder mit Szenen die ich  hier lieber nicht beschreibe. Dies obwohl der PC mit einer Kindersicherung und diese auf „alles zuerst bestätigen“ gesichert war.

Wohl vermerkt sei, dass dies über die Suche Google – Kinderspiele – Gratis bei einem Anbieter der obersten Reihe gehört. Auf unsere Meldung hin die wir gestern morgen gemacht haben, wurde uns mitgeteilt, dass man sich entschuldige und dies mit dem Werbepartner XX leider falsch verlinkt wurde.

Müssen wir also in Zukunft mit solchen Werbungen leben? Sicher, nichts ist gratis auf dieser Welt, und was gratis erscheint entpuppt sich meist als teuerste Lösung. Jede Onlinezeitung verdient ihr Geld mit den eingeblendeten Werbungen, jedes zweite Forum ist vollgekleistert mit Links, jedes Online-Spiel will mit Affilate-Werbung ihr Spiel finanzieren und so kommen wir in den Genuss von Gratis-Leistungen in dem wir den Aufwand mit Klicks auf diese Werbungen finanzieren. auch Blogs und Infoportale gehen dazu über mit reißerischen Titeln, Leser zu gewinnen und im Artikel dann thematisierte  Werbung anzubieten. Beispiel Abzockerblogs die dann auch gleich den Rechtsanwalt kennen, der einem hilft. Wenn die Posts dann nicht auch noch auf eine solche Beratung hinweisen, ist dem nichts böses zu unterstellen.

In Frage gestellt sei, was ist hier erlaubt? Nach dem Urteil eines RA, gibt es „noch keine Gesetze“ was die Links und wohin sie führen regelt. So ist es wohl verwerflich wenn auf einem Spiel „für jugendliche“ angeboten, Porno und Gewalt verlinkt wird, aber verboten? Der Schutz des Kindes ist bei uns an erster Stelle und so kann eine Meldung an den Anbieter schon viel erreichen.

Informativ:

Die Bilder auf unserem Startbild haben keinen Zusammenhang mit erwähnten Seiten auf dieser Seite.

Eine Antwort zu “2012 – Werbung wird uns überrollen

  1. Pingback: 2012 – Werbung wird uns überrollen | Recht-Frech.de

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s