Bilderklau kostet nur noch 3000 Euro


Auf dem LAW-Blog entnehmen wir folgende Änderungen der Urheberrecht-Streitwerte.

Das Oberlandesgericht Köln hat den Streitwert bei privaten Urheberrechtsverletzungen bei Bildern von 6000 auf 3000 Euro gesenkt.

Diese Meldung als solches ist nicht weiter wichtig, wichtiger ist, dass viele Internetbenutzer nicht wissen, dass wenn sie Bilder veröffentlichen die sie irgendwo im Internet gefunden haben, eine Abmahnung in dieser Höhe erhalten können. Dies gilt auch auf Ebay und anderen Plattformen. Das Bild hat, wie ein Musikstück, einen eigenen Wert.

Da auch wir immer wieder Mails erhalten, wo Leser sich über eine Abmahnung ärgern und Hilfe erbitten, müssen wir hier aber passen, den wer sich fremder Sachen bedient, muss mit den Folgen rechnen. Ein Bild, Foto oder ein Dokument, gehört dem der es erstellt hat. Der Besitzer kann festlegen wie er die Rechte abgeben will. Auf Fotobörsen wie Pixelio.de kann man die eigenen Fotos zum Beispiel veröffentlichen und die Rechte an diesen frei geben. aber selbst bei solchen Foto muss das (c) angegeben werden.  Ebenso kann das Hotlinking (Traffic-Klau) geahndet werden.

Am Besten erfragt man sich die Rechte oder die eventuellen Bedingungen. Vor allem Foren und Blog-Betreiber müssen hier aufpassen, aber auch auf Ihrer eigenen Homepage etc. sollten Sie es unterlassen Bilder zu klauen. Hier gibt es „Speziallisten“ die den ganzen Tag nichts anderes machen als Bilder zu suchen, deren Rechte nicht beim Anbieter liegen. Solche Abmahnanwälte schiessen wie Pilz aus dem Boden.

Mit diesen Änderungen gehen nun Abmahnungen schneller über die Bühne (zumindest in Köln) , so wie Udo Vetter berichtet

Durch die Reduzierung des Streitwerts werden Anwalts- und Gerichtskosten deutlich günstiger. Außerdem finden die Prozesse jetzt in erster Instanz vor dem Amtsgericht statt.

Dass andere Gerichte nachziehen ist anzunehmen.

Informativ:

Wurden Sie von einem Anwalt oder einer anderen Stelle angeschrieben, dass Sie die Urheberrechte eines Dritten verletzten und man schlägt Ihnen auch gleich eine „Pauschale Abfindung“ vor, werden Sie hellhörig und suchen Sie zuerst Informationen über den „Eintreiber“. Es gibt Firmen die Knallhart auf solche Verstösse reagieren wie Apple, SAP etc. Wiederum andere nehmen das ganze eher gelassen.  Auch Bildschirmfotos (Screenshot) wenn Sie nicht ausdrücklich der Information dienen und mit Quellenangabe angezeigt werden, können zumindest abgemahnt werden.  Sehr viele Verletzungen geschehen auch mit sogenannten Avatar’s die man sich in Spielen oder Foren anlegen kann.

Sie haben eine CD mit Lizenzfreien Bildern und Gifs gekauft und benutzen diese Bilder nun überall? Auch hier ist Vorsicht geboten, lesen Sie die Bedingungen die Sie zu den Bildern erhalten haben. Es gibt grosse Unterschiede zu den Rechten von solchen „gekauften“ Bildern. Die Ausrede „ich habe doch nicht gewusst dass….“ gilt hier mehrheitlich nicht. Informieren muss sich der Benutzer.

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