Google wird zum Spiegel Deiner eigenen Welt


23.1.2012

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Titelgeschichte:

Search plus Your World heisst die Waffe die Google einsetzt um gegenüber seinen Konkurrenten zu bestehen.  Ziel ist es, dass ich und Du die Plattform Google gar nie mehr verlassen muss, um an alle Informationen zu kommen die uns eben gerade interessieren. Dagegen ist nichts zu sagen. Jedoch..

90% der im Internet suchenden, wollen zuoberst aktuelle Resultate sehen und es ist ja gar nicht schlecht, wenn die meist gelesenen zuoberst (nach den Werbungen) angezeigt werden. So informieren wir uns relativ schnell über ein Thema. In Zukunft sind zuoberst aber nicht mehr die aktuellen Treffer, sondern Resultate die „Deine“ Artikel und die deiner Freunde in Google+ geschrieben oder besucht haben. Das mag den einen erfreuen, kann es doch sein, dass sein eigener Beitrag so zuoberst in Google steht, während aktuelle und viel gelesene rund um dein Sucheintrag nach hinten verschwinden.

Google zeigt also nicht mehr die aktuellen, meist gelesenen Suchresultat/Beiträge sondern einen Spiegel Deiner eigenen Welt. Google doch mal nach xxx wird also in Zukunft bei jedem Nutzer, andere Resultate bringen.

Wem die ganze Welt egal ist wird frohlocken ab dieser Option. Endlich finden sich unter den Resultaten der Suche nur noch solche Beiträge die von mir selbst und meinen Freunden und deren Freunden sind. Vor allem Jugendliche werten diese Option als positiv. Doch ist dies der Sinn einer Suche? Muss ich dann zum Konkurrenten Bing wechseln, wenn ich objektiv und weltweit suchen möchte?

Google wird also neu eine Mischung aus Facebook und Twitter. In Facebook haben wir denButton, der Kommentare/Themen/Post/Bilder/Musik/Filme in Sekundenschnelle verlinkt. Alleine dieser Button hat mehr Kraft als alle NEWS Sendungen in unseren TV-Anstalten.  Hier müssen Leser aber noch auf einen Button klicken, im „neuen“ Google würde dies auch ohne einen solchen „Klick“ gehen. Dagegen stehen bald 1 Milliarde Nutzer von Facebook gegen knapp 90 Millionen im Google+.

Wen sie heute einen Jugendlichen unter 18 Jahre fragen, wie er seinen PC/Smartphone benutzt, wird er zu 95% sagen, „ich logge mich zuerst in Facebook ein“. Und so bilden sich Gruppen die untereinander dass bestimmen was In ist und was Out. Das geniale am Button ist aber, das der Nutzer nicht nur die „Meinungen“ seiner eigenen Freunde mitbekommt, sondern auch die von dessen Freunden.  Und da (fast) jeder mit irgendeinem Freund verlinkt ist, wandern solche Meldungen in Sekunden über den Erdball. Aus dem selben Grund ist dieser Button auch eine grosse Gefahr.

Google will hier seinen Teil vom Kuchen haben, das ist klar und sicher nicht verwerflich. Was Google beim „Suchen“ ist, ist Facebook beim sozialen Netzwerk. Google+ soll hier seinen Teil abbekommen und die Vorherrschaft von Facebook brechen. Verlierer wird Twitter sein, den etwas einfach gesagt, es wird Twitter nicht mehr wirklich brauchen.

Der grösste Feind von Facebook ist aber, dass Menschen älter werden und dabei „geistig“ reifen. So nehmen die Beiträge und das Veröffentlichen von Bildern in Facebook ab, je älter die Nutzer werden.  Die Angst, dass das eine oder andere Bild in falsche Hände gerät ist gross. Die eigenen (veröffentlichten) Meinungen werden immer weniger und manch einer überlegt sich heute schon, ob er den Button drücken mag, selbst dann, wen er einen Beitrag oder ein Bild für sehr gut befindet. Viele sehen auch nicht mehr durch, wissen nicht mal was geschieht wenn sie bei einem Foto eines Freundes auf diesen ominösen Button klicken, oder was es bedeutet wenn man selber auf einem Foto markiert wird. Die Aussage „man ist heute IN, wenn man keinen Facebook Account hat„, trifft wohl eher auf die älteren Nutzer zu.  Älter heisst hier ab 25.

Wer also in Zukunft auf Google.com mit Google+ Account sucht, wird in der Suche vermehrt Treffer vorfinden, die in seiner eigenen Welt entstanden sind. Dabei werden die Google-Eigenen Dienste wie Picasa und Youtube mit einbezogen, Twitter und Facebook aber werden nicht in diesem Index erscheinen, was vor allem Twitter zu Beschwerden veranlasst. Gizmodo.com meint sogar, mit diesem Schritt habe Google sein eigenes Grab geöffnet und die User zum Konkurrent Bing von Microsoft getrieben. Dies können wir nicht bestätigen, denn man kann diese „Eingeschränkte“ Suche mit einem Klick aufheben.

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