Twitter – Die Zensur geht weiter


29.1.2012

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Titelgeschichte: Twitter ohne Flügel

Twitter macht einen weiteren Schritt zum „nationalen“ Netz.  In der Mail vom Donnerstag informiert Twitter

Mit der Fortsetzung unseres internationalen Wachstums werden wir in Länder eintreten, die unterschiedliche Vorstellungen von der Meinungsfreiheit haben

Twitter sieht sich auch gezwungen, aus diesem Grund, Kurzmeldungen der Zensur zu unterziehen. Dies aber nur dort, wo Gesetze Ausdrücke oder Wortfolgen als illegal oder verboten anzusehen sind.

Twitter stellt dazu ein passendes Beispiel.

Beispiel- Deutschland und Frankreich, in denen die Holocaust-Leugnung unter Strafe steht. Leugnet ein US-Amerikaner den Holocaust in einem Tweet, wird dieser künftig für Nutzer in Frankreich und Deutschland ausgeblendet, anderswo aber noch zu sehen sein. Die Nutzer würden über die Filterung informiert. Mit der Zensurmaßnahme will der Konzern verhindern, in bestimmten Ländern abgeschaltet zu werden.

Diese nicht gerade freiwillig auferlegte Zensur führt seit Donnerstag zu lautem Geschrei. Gruppen warnen davor, dass man Twitter einfach lösche und sich andere, offene Dienste zu eigen macht. Böse Zungen meinen, mit dieser selbst auferlegten Zensur, aus Angst in einigen Ländern verboten zu werden, habe Twitter einen weiteren Schritt in den Abgrund begangen.

Man stelle sich vor, dass irgendwo auf dieser Welt, irgendwer eine Hetze gegen was auch immer, eröffnet und Länder die diese eventuell betrifft bekommen es gar nicht mit. Es wird sogar der Sinn von Twitter hinterfragt, wenn er/es als Bindeglied der Menschen aus allen Nationen angesehen wird und nun, aus politischen, ethischen oder wohl am meisten, aus religiösen Gründen genau dieses Glied zerreißt.

Ein Interview auf NT gestern, zeigt aber, dass dies wohl ein erster Schritt sein wird, den alle Plattformen die weltweit auftreten wollen, in den nächsten Monaten einführen müssen.  „Wer Weltweit publizieren will muss in Zukunft Filter einbauen, die den Gesetzen des jeweiligen Landes nachkommt“.  Dies sei nicht nur auf Texte oder Bilder anzuwenden, nein auch Lieder und Filme werden einer Zensur unterzogen werden müssen.  China und Korea seien ein Beispiel der Zensur. In Ländern wo öffentliches Küssen verboten sei, könne man nicht erwarten, dass ebensolche Bilder für die Bürger frei „anzuschauen“ seien.

Wohin das führen kann oder wirklich führen wird, kann nur spekuliert werden. Schwer zu glauben, dass in naher Zukunft, dass Internet nicht mehr verbindet und informiert, sondern der Zensur unterliegt und nur noch teilweise Informationen bietet.  Die Frage sei dann auch erlaubt, wer entscheidet was zu sehen ist und was nicht.

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