Abzocke mit Smartphone-Apps nimmt zu


Die Apps (kleine Programme für Smartphones und Tablets) sind undurchschaubar geworden.Nicht nur die Menge, nein die einzelnen Programme selbst.

Meistens werden 2 Varianten angeboten, eine Lite (diese gratis) und eine Pro oder Premium Variante.  In den Stores wird dann häufig heruntergeladen was das Zeug hält. Auch die Abofallen sind hier zuhause. Waren es früher die Klingeltöne und Bildchen, sind es heute weitere Level, Optionen etc. die man für Geld ordern kann und dann in einem Abo enden können.

So gibt es bei Apple-Store als Beispiel das hübsch gemachte Smule – Magic Piano. Hier kann jeder relativ schnell die vorgegeben Lieder nachspielen und es klingt überraschend gut. Für iPhone und iPad kann man es gratis auf sein Gerät runter laden. Wer dann wirklich mit dem Programm Lieder spielen will, kommt aber schnell in ungeahnte Kosten. Jeder weitere Lied kostet, jedes Instrument mehr kostet. Wer sich dann mal mit 10 Instrumenten einrichtet und 20 Lieder runter lädt ist bei gut 50 Euro angelangt. Dafür kriegt man aber auf dem Markt vollwertige Programme.

Diese Art Programme an den Mann/Frau zu bringen ist in den Stores sehr beliebt und, da der Nutzer selber entscheidet was er hinzufügen möchte, auch Legal. Für labile/-spielsüchtige Menschen steckt hier aber eine weitere Kostenfalle dahinter die wir bereits vor Jahren auf den Computern erleben durften. Auch die Spielindustrie hat dies bemerkt und bietet ihre alten Spiele nun als Apps an,. meistens sehr günstig bis gratis um dann mit kleinen Vorteilen oder Gebäude/Waren die im man im Spiel braucht, Geld zu verdienen.

Andere Apps generieren ohne das man es bemerkt (ja ja wirklich nur ein Klick) Abos, die einem jeden Tag oder jede Woche eine weitere Option, einen Level, oder ein spezielles Produkt anbietet.

Dabei ist aber zu beachten, auch auf den Smartphones gelten unsere Gesetzte, wer lediglich einen Banner angeklickt hat und so ein Abo genierte, sollte sofort den Einzug stornieren lassen.

So meldet das MindenerTagblatt bei einem Gespräch mit Thielemann

Allerdings bewegten sich die Abzocker dabei juristisch auf sehr dünnem Eis. „Durch einen Klick auf ein Banner kann kein Vertrag geschlossen werden“, erklärt Thielemann. Der Kunde müsse zumindest erst über das Vertragsverhältnis informiert werden – und sei es per SMS. Und dabei müssten die Informationen Angaben über die zu erbringende Leistung, die Kosten und die Laufzeit eines Abonnements sowie eine Belehrung über das Widerrufsrecht enthalten.

Viele Geschädigte sind sich hier nicht bewusst, Kosten verursacht zu haben, oft werden diese, da meist sehr gering, auch auf den Abrechnungen übersehen. Viele Nutzer wissen auch nicht wie man ein solches Abo kündigt.

Nun hat ein Amtsrichter festgehalten:

Bei einem Abo-Vertrag reichte es bei der Zustellung nicht, auf AGB im Internet hinzuweisen…. Zumindest bei der ersten SMS muss ersichtlich sein, dass mit einem Vertrag jeden Tag/Woche/Monat xx Euro fällig werden. Ebenso muss in dieser SMS die Laufzeit und die Kündigungsbedingungen sowie die Mindestkosten enthalten sein. Diese Informationen müssen dem Kunden vorliegen, bevor er einem Vertrag zustimmen kann.

Es ist halt auf dem Smartphones wie beim PC, man muss aufpassen und sich informieren, bevor man sich mit einer unüberlegten Handlung in eine Abofalle locken lässt.

Informativ:

Von einer kleinen Spielerei böse hereingelegt
In vielen Handy-Apps lauern teure Abo-Fallen
Polizei warnt vor Abzocke per Lastschrift

Eine Antwort zu “Abzocke mit Smartphone-Apps nimmt zu

  1. Pingback: Die Abzocke mit Smartphone-Apps nimmt zu | Die Abzocker

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s