Wir trauern in eigener Sache


Wir  müssen ihn gehen lassen.

Mehr als 12 Jahre warst Du unser Freund, man was haben wir alles erlebt. Freund, Retter, Beschützer (Smile), Fresser, Schläfer alles warst du in einem. Welch Übermut war in Dir in den ersten Jahren, welch treuer Begleiter warst Du in der langen Zeit. Gab es irgendwo was zu fressen auf dieser grossen Welt, Du hast es gefunden. Kein Ball war Dir zu Gross, als dass man ihn nicht „killen“ konnte.  Kein Bach zu klein um Dich nicht darin zu wälzen. Du wurdest nie müde uns und unsere Herzen zu erfreuen.
Nun magst Du nicht mehr, Tabletten lassen Dein Leben ertragen, Schmerzen lassen Dich leiden. Dass wollen wir nicht und so lassen wir Dich gehen.
Benji mein Freund, warte auf mich, wir werden uns wieder sehen.
Tschau grosser Freund

4 Antworten zu “Wir trauern in eigener Sache

  1. Das tut mir sehr leid! Ich weiß immer nicht was ich zum Trost schreiben soll…..aber ein Hund ist einfach, ja eben der beste Freund des Menschen. Viel Kraft von mir und meiner 16 jährigen Hundedame.

    • Natürlich ist es kein Freudentag wenn ein Haustier stirbt, auch ich habe sicher als kleines Kind nicht „gejubelt“ als mein Goldhamster tot im Käfig lag. Je wie eng die Beziehung war, fließt da schon die ein oder andere Träne …

      Nur wundert mich etwas dieser Realitätsverlust der Hundehalter, die da schreiben das der Hund der „beste Freund“ des Menschen sei…
      Richtig und angemessen ist höchstens die Feststellung das der Hund der beste Freund seines Herrchens ist ! (und selbst da habe ich zuweilen meine Zweifel ob das pauschal so Festgestellt werden darf, denn in manchen Ländern haben die Hundehalter ihre Tierchen „zum fressen gern“…)
      Das der Hund nicht unbedingt derart pauschal der „beste Freund“ des Menschen ist , sieht man schon zuweilen an seinem Verhältnis zu Briefträgern und änlichen Berufsgruppen. 😉

      Man möchte den Fakt nicht vergessen das die große Mehrzahl der Menschen keine Hundehalter sind, das es auch Millionen von Menschen gibt deren „beste Freunde“ auf vier Samtpfoten daherkommen, lange Ohren haben oder gar in Aquarien schwimmen oder in Terrarien kriechen…etc

      Ich persönlich suche und finde meine „besten Freunde“ bei Wesen mit zwei Beinen. Meine besten Freunde laufen nicht bei Fuß und setzen sich nicht brav hin wenn ich „Platz“ rufe, aber sie haben dafür andere Vorzüge , welche imho eine gute Freundschaft erst ausmachen – dazu zählt imho eines auf keinen Fall: Unterwürfigkeit…welche vom Hundehalter gern als Treue interpretiert wird…
      Nun es mag da jeder für sich selbst definieren was er unter Freundschaft versteht, er möge aber bitte – zumal als Minderheit – nicht die Mehrheit, welche eben andere Vorstellungen von Freundschaft hat, mit vereinnahmen.

      Möglicherweise resultiert dieser Realitätsverlust der Hundebesitzer Aufgrund der Präsenz – während die klare Nummer eins der Haustiere oft das Haus nicht verlässt , und man auch mit den Exoten wie Schlangen seltener „Gassi“ geht, begegnen einen Hunde an allen möglichen und unmöglichen Stellen der Stadt , ob man diese Begegnung nun wünscht oder nicht. Und außerdem ist das „Erlebnis“ wenn der Mastino vom lieben Mitbürger an einem vorbeitrabt zuweilen Eindrücklicher als das der dreihundert Hundelosen die auch den Weg kreuzten…so das Hundehalter gerne denken das sie samt ihren domestizierten Wesen der Mittelpunkt des Universum seien, und oft völliges Unverständnis zeigen das nicht alle anderen „beglückt“ sind wenn ihnen die „Ehre“ zuteil wird von ihrem Bello angesprungen, abgeschlabbert und angebellt werden…

      • Also für mich war er ein guter Freund. Und an Regentagen, nach langer Nacht und auch manchmal einfach so, gar kein Freund, da er auf die morgendliche Stunde immer beharrte. Die Aussage „mein BESTER Freund“ würde ich, wie Du schreibst, auch nicht unterstützen, den die Abhängigkeit zum Fressen lässt die eine Seite der Freundschaft doch derweil in Frage stellen.
        Nach 12 Jahren habe ich aber wirklich einen Freund verloren und diese Aussage kommt halt auch davon, dass Benji, und wenn ich nur für 5 Minuten ins Büro ging, meine Rückkehr mit einem freundlichen Blick, einem Wedeln quittierte, während andere (zum Beispiel Mitarbeiter) oft eher dachten, was will der schon wieder…

        Den Verlust von Tieren bin ich hingegen, aufgewachsen auf einem Bauernhof, gewohnt und mache halt noch einen kleinen Unterschied, zwischen einem Goldhamster und einem Hund. Dies gilt aber nur für mich…

    • @ blaue: nur weil ich „vom besten Freund des Menschen“ schrieb, mußt du mir nicht gleich Realitätsverlust unterstellen. Diese Aussage kann man natürlich verhackstücken und auf die Goldwaage legen wie du es tust…ich wollte lediglich mein Mitgefühl ausdrücken, da ich weiß, wie sehr man an seinem Hund hängen kann.

      „Nach manchen Gesprächen mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen
      Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.

      (Maxim Gorki)

      So gehts mir auch, wenn ich die Texte von manchen Leuten lese.

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