Sexkontakte für Kinder – wie kommt es dazu


Martina wird im Oktober 9 Jahre alt. Für den Sportverein in einer Gemeinde in Basel-Land (CH) war es wünschenswert, dass man einen Facebook Account hat und der Sportlehrer gab dazu auch ein Schreiben mit, auf was die Eltern der Kinder aufpassen müssen, wenn sie ihrem Kind einen solchen erstellen. Auf dem Notebook wurde ein Profil erstellt das über eine namhafte Kindersicherung-Software Geschütz war. Diese Software (30 Tage Probeversion) war aber seit dem 17. September inaktiv.

Die Eltern von Martina eröffneten darum ein E-Mail Konto auf dem eigenen WEB-Server. Einzig dafür, um sich bei Facebook anmelden zu können.  Das Konto bei Facebook wurde ohne Bilder und nur mit Freunden teilen eingerichtet.  Martina hat diesen Account nur im Beisein eines der beiden Elternteile einsehen können und durfte sich bei einem Spiel Anmelden, bei dem es um einen Garten den man pflegen soll geht. Ansonsten wurde mit diesem Account weder E-Mails versandt noch anderweitige Seiten besucht. Dies klappte auch alles seit dem 15. August 2012

Bereits letzte Woche kamen dann E-Mails von Firmen die Kleinkredite anbieten, was die Eltern noch als harmlos einstuften. Bis dann nun ein E-Mail auftauchte, dass der Meldung von Facebook nachgestellt ist, dass jemand ein Foto markiert habe.

Da man im Sportverein gerade die Fotos vom letzten Treffen anzeigte, beachtete weder die Mutter noch Martina selbst den Titel Sexkiste. Es sah aus wie die vielen Meldungen der letzten Tage, wo Mitglieder des Vereins (Mädchen zwischen 8 und 12 Jahren) ihre Kommentare zu den teilweise lustigen Fotos hinterliessen.

Martina klickte auf diesen Link und war gar verwundert über die etwas eigenartige Darstellung von Sport-begeisterten „Mädchen“

Die Bilder wurden von uns abgedeckt und sind auf der Seite ohne Balken.

Hier stellt sich einmal mehr die Frage, was passiert mit E-Mail Adressen?

In diesem einen Fall ist auch bewiesen, dass das junge Mädchen weder auf Links noch Werbungen in Facebook geklickt hat. Das Spiel selber das Martina spielen durfte ist von dem deutschen Provider Upjers.de und hier können wir die Hand ins Feuer legen, dass diese Firma die Adressen nicht weiter gibt,

Hat Facebook diese Angaben weiter gegeben? Versender der Mail ist eine Amelie katalog-versender.de> dessen Homepage aus einer weissen Seite besteht. Der Link führt über Funnynet.at auf http://landing.parkplatzkartei.com, also eine Seite die ortsbezogene Sexkontakte anbietet. Auch die Kommentare sind eindeutig verlinkt http://landing.sexkiste.com

In Facebook ist das Mädchen mit dem richtigen Geburtstag registriert.

Wie kommt eine solche Adresse in eine Kartei für Erwachsene? Wer hat hier die E-Mail Adresse weitergegeben bzw. verkauft.  Da die Eltern Strafanzeige gegen unbekannt hinterlegen wollen, werden wir bei diesem Fall am Ball bleiben.  Selten war eine Anmeldung bei Facebook so eindeutig, die Mail Adresse auf einem privaten WEB hinterlegt. Beweisen wird man einmal mehr nichts können.

Auch nimmt es uns wunder, ob die Austragung von Martina erfolgreich ist und welche Angebote noch kommen mögen.

Wir danken der Familie XX für die Zustellung des Materials, sowie die weiteren hier nicht angezeigten Unterlagen. Wir können Ihre Angst verstehen. Auch wenn nun hier wohl wieder einige schreiben werden, dass an jedem Kiosk die gleichen Bilder hängen, so legitimiert dies die Betreiber noch lange nicht für solche „Irrtümer“ (so wird das ganze dann dargestellt) in Massen aufzukommen.

Wie kommt Funnynet.at bzw. Newsletterabo.com  dazu, Martina in eine Kartei aufzunehmen, in der sie sich angemeldet haben soll? Mal abgesehen davon wie die Mail Adresse beschafft wurde.

Natürlich kann irgend jemand mit der Mail Adresse von Martina eine solche Anmeldung im Internet gemacht haben, aber ausser den Mitgliedern im Verein, war die Mail-Adresse niemandem bekannt. Ein Mädchenstreich ???

Wir wissen es nicht, wissen aber, dass solche Anzeigen meist im Sand verlaufen, den das Internet ist eben das Internet, anonym, unerreichbar und allgegenwärtig.

Haben auch Sie solche Erlebnisse hinter sich? Dann sind wir froh wenn Sie uns Ihre Geschichte erzählen, Wir werden diese anonymisiert weiterleiten. Unsere Mail-Adresse finden Sie im Impressum.

Informativ:

Unsere Facebook Chronik >>>

Facebook unter Kontrolle >>>

3 Antworten zu “Sexkontakte für Kinder – wie kommt es dazu

  1. Nun das ist ja der Trick der Erotik Anbieter, die Seiten werden in irgend einem Land aufgeschaltet und verlinkt dann mit Deutschland. Hier zu http://www.sexy-melli.de
    Hier kostet dann das anschauen der „Spiele“ 69 Euro. Auch wer hier nicht den Button klickt erhält ab sofort sehr ungeliebte Post.

    Aber die Erotik Branche wollen wir hier nicht aufnehmen, die Porno und Strich-Seiten schon gar nicht. Wer hier rein schaut muss aufmerksam sein, denn jeder Link kann kostenpflichtig werden. Silikon ist schliesslich nicht gratis.

    Die AGB sind zusammen kopierte Texte, man findet sogar einen ganzen Abschnitt aus den AGB der iContent und Webtains

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