Spiegel Online und Google ein Todesurteil


cropped-maincoon.jpgStellen Sie sich einmal vor, Ihr Nachbar erzählt herum, dass SIE ein Gauner, Krimineller und Kinderschänder sind. Ohne Grund! Einfach so weil es ihm langweilig ist..

Was bleibt Ihnen? Sie können mit dem Nachbarn reden, warum er so eine Lüge und Rufschädigung verbreite. Sie können Anzeige erstatten,  Sie können einen Anwalt einschalten. Wenn Sie zur Gewalt neigen, finden sie sicher auch andere Wege, aber was nutzt es? In der Zwischenzeit haben Sie Ihre Arbeitsstelle verloren, da Ihr Arbeitgeber, obwohl er Ihnen glaubt, es sich nicht leisten kann, eine solche Person zu beschäftigen. Ihre Freunde erfinden immer neue Ausreden um einem Besuch oder Telefon auszuweichen. Auch die SMS werden immer weniger. Ihre Kinder leiden in der Schule, den das Gerücht geht weiter und weiter. Ihre Ehe zerbricht und……..

Selbst wenn Sie zu diesem Zeitpunkt einen schriftlichen Widerruf vorweisen können, etwas wird immer an Ihnen haften bleiben.

Noch schlimmer ist es, wenn ein Verlag meint, diesen Artikel aufnehmen zu müssen, und ihre „Meinungen“ noch dazu dichten, oder wenn eine der  beliebten Informations-Sendungen bei den Privaten noch einen Beitrag ausstrahlt.

Aber all dies ist heute nicht so schlimm wie wenn eine Online Zeitschrift einen Beitrag über sie schreibt. Wird Ihr Name noch erwähnt ist der Teufel los und wird es lange bleiben. Ganz besonders dann, wenn Sie einen seltenen Namen haben. Ist man mal von Google und Co erfasst kann nicht’s mehr helfen.

So geschehen mit einem Beitrag vom Spiegel Online vom Februar 2012. Unter dem Thema Krebs ist ein Artikel „Dschungel der Wunderheiler“ zu lesen. Eine Krebs geplagte Frau entzieht sich der Schulmedizin und der benötigten Therapie und gibt sich in die Hände von Wunderheiler oder der Schulmedizin abgeneigten Ärzten (ja auch dies gibt es). Dabei werden einige „Wunderheiler“ erwähnt, namentlich aber vor allem ein Prof. Dr. med. Joachim Chrubasik . Man doppelt dann noch nach mit „Alternative Krebstherapien – eher Fluch als Segen?“ wo man die selbe Person nochmals namentlich nennt.

Er soll schlussendlich schuld daran sein, dass sich die beschriebene Frau erst kurz vor ihrem Ende wieder einem Arzt anvertraute und schlussendlich „schulmedizinisch“ geheilt wurde. Dr. Chrubasik ist aber Schmerztherapeut und kein Onkologe. Dass er der Schulmedizin nicht Grenzenlos traut sollte man gerade ihm, einem Arzt, nicht vorwerfen.

Hier sei gar nicht auf das Thema näher eingegangen. Vermissen wird aber jeder, der diesen Beitrag liest, eine Stellungnahme vom betroffenen Arzt. Viel mehr meldet man, dass dieser schon vermehrt mit „kuriosen“ Therapien aufgefallen sei als er in Heidelberg arbeitete.

Wieder fehlt aber eine Stellungnahme von Herrn Dr.  Chrubasik.

Langer Rede, kurzer Sinn. Seit diesem Tag wird jeder der den Namen Joachim Chrubasik googelt auf Platz 1 und 2 mit den Artikeln vom Spiegel konfrontiert. Das Todesurteil für einen Arzt?  Seine Erfolge und Therapien sind so nur noch in Frage gestellt, sein Schaffen und sein Wissen lächerlich gemacht, er selbst als ein Esoteriker hingestellt.

Man kann nun der Schulmedizin trauen oder nicht, man kann kombinieren, man kann sich der Alternativ-Medizin hingeben oder nur an Wunder glauben. Man hört von allen Seiten nicht nur gutes und was RECHT und FALSCH ist kann man als „Normaler“ eh nicht nachvollziehen.

Spiegel Online zieht hier aber über eine Person her, ohne das Ganze auch nur annähernd von beiden Seiten zu betrachten. Einzig auf die Aussagen der Frau gestützt, geht man auf jemanden los. Das im ganzen Artikel dann keine Namen vorzufinden sind, bei den sogenannten „Quacksalbern“, ausser den von Dr. Chrubasik, lässt sogar die Vermutung aufkommen, das der Autor (Albrecht, selber ehm. Arzt) hier einen gezielten Angriff auf einen Berufskollegen ausübt.

Im Internet bleibt es vorhanden, und bis sich das ganze gelegt hat, vergehen Jahre. Eine super – provisorische Verfügung für den ganzen Artikel zu erlangen ist fast aussichtslos. Ein Prozess kann Jahre dauern. Was dem Arzt bleibt, der von der Schulmedizin zur  Schmerztherapie mit  Alternativmedizin / Komplementärmedizin oder eben zu einem kombinierten Denken wechselte, ist, sich immer und immer wieder Rechtfertigen zu müssen. Google sei Dank.

Informativ:

Alleine die Vorträge im Jahre 2012 lassen wohl ein anderes Bild von Herrn  Prof. Dr. med. Joachim Chrubasik  zu >>>

Weiter Informationen zu Joachim Chrubasik  >>>

Nadeln gegen Schmerzen FOCUS ONLINE  >>>

Google ist eine Kleinstadt >>>

17.1.2013 >>> Was tun bei Rufmord im Internet >>>

Eine Antwort zu “Spiegel Online und Google ein Todesurteil

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