Paris – Im Namen des Glaubens


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Viele meiner Freunde in Twitter und Facebook sind nun aus Solidarität, Blau-Weiss-Rot, aber geht es um Paris-Frankreich?

Färbt sich jemand Rot-Weiss-Schwarz der Hunderten ermordeten Kinder in Syrien wegen? Der tausenden von toten Erwachsenen?

Färben wir uns Grün-Blau der 1500 jungen Mädchen wegen, vergewaltigt, zwangsverheiratet mit 10, ermordet oder zum Krüppel geschändet, in Mittel-Afrika?

Die ISIS kennt nur ein Mittel – Gewalt. Und wir, die dies verachten, kennen gegen den ganzen „Islamischen Staat“ auch nur noch ein Mittel – Gewalt.

Obwohl wir Wissen, das sich der IS (unter anderem) von Geldern aus Katar finanzieren, werden wir 2022 die WM dort austragen und unsere Gelder den wenigen Mächtigen in diesem Lang übergeben.

Seit ich lebe, lesen ich von Totschlag und Massaker in Israel.Und dennoch sprechen wir vom heiligen Land.

Wir schwören immer noch mit dem Satz „So wahr mir Gott helfe“. Wir legen unsere Ehe noch immer in „Gottes Hand“. Unsere Gebete enden meist mit „in Gottes Namen – Amen“.

Vielleicht sollten wir weniger unserer Lasten dem Herrn übergeben und uns des eigenen ICHS besinnen. Neuapostolisch erzogen, werden ich meinen Glauben nicht verlieren, aber es fällt schwer in den letzen Jahren, die unbeantworteten Gebete zu deuten.

Solange im Namen des Glaubens – Kriege geführt werden, solange sind wir Menschen es nicht Wert, diesen Planeten als den unseren zu bezeichnen.

Eine Antwort zu “Paris – Im Namen des Glaubens

  1. Erstaunlich ist wie Sie hier zu oft von „Wir“ reden wenn es doch auf das “ besinnen auf das eigene Ich“ ankomme. Also ICH beschließe weder die Ehe in Gottes Namen, noch lasse ich mir von ihm helfen – ich bin Atheist, wie viele andere auch!
    Religionen sind imho ALLE Opium fürs Volk, und lassen sich alle mißbrauchen. Wer diffus „glaubt“ der weis es eben nicht besser. Wer nichts weis ist eben manipulierbar. Ich kann mich noch gut an die Szene in einem Film (ich glaube es war Spartacus) entsinnen, wo ein aufständisches Volk zu kreutze kroch , nur weil zufällig eine banale Sonnenfinsternis den Priestern in die Hände spielte. Hätte das Volk das Wissen der Priester so könnten selbe es nie instrumentalisieren – weder damals noch heute!

    Dieses Blau-Weiss-Rot bei Facedumm & Co ist nur Heuchelei einer oberflächlichen Massenkultur. Einesteils braucht man heute nur schnell zu klicken, oft schneller als man die Fakten verarbeitet hat, und es gehört ja zum Mainstream „dazuzugehören“. Und natürlich ist einem das eigene Hemd näher als das des nächsten oder gar weit entfernten. Wann haben sie denn das größte Problem, wenn ein Kind in ihrer Familie verhungert, beim Nachbarn oder weit weg…? Ist doch nur zu menschlich wenn eigene Schmerzen mehr weh tuen als die nebenan oder welche die weit weg sind.

    Was sollen „wir“ , was soll ich denn tuen, mit Herrschaften welche mir ohne zu zögern meine „ungläubige“ Rübe vom Körper schneiden wollen und würden, wenn sie könnten? Reden? Ohne Kopf am richtigen Fleck fällt reden schwer. Es gibt gegen solche Typen – ob die sich jetzt IS oder sonstwie nennen – nur ein Mittel : Vernichtung bis zum Letzten. Ich/wir oder eben die – so einfach ist das!

    Völlig verhindern kann man nie die Taten einzelner Idioten. Aber solche kriminellen, terroristischen Bewegungen welcher Art auch immer, kann man relativ schnell zerschlagen, nämlich dann wenn die keinen Rückhalt im Volke finden. Genau wie Baader/Meinhof elendig verreckten, würden auch diese IS schnell Geschichte wenn endlich die friedlichen Muslime (welche überdies ja die Mehrheit der Opfer stellen!) jede stille, verbale oder auch zum Teil logistische Unterstützung der IS einstellen. Ein Selbstmordattentäter in Paris ist schliesslich nur das Ende einer langen Kette, welche immer mit dem ablehnen der Demokratie begann.
    Wenn nun die Masse der – zumeist zugereisten – Muslime in Europa diese, unsere Demokratie anerkennen, dann sollte es doch kein Problem sein die paar tausend Hassprediger, Salafisten und potentiellen Terroristen erstens aus den Mosheen zu vertreiben und jede Unterstützung zu versagen. Dann gäbe es nicht derart Parallel-Gesellschaften wie in Belgien etc!
    Bleibt also die Frage ob und wieviele Muslime (welche doch oft vor dem Terror in ihren Islamischen Ländern hierher geflohen sind – wie sie doch sagen) bereit sind unsere Verfassungen zu achten, und die militanten Islamisten aus ihren Reihen zu isolieren. Den Rest können dann die zuständigen Staatsorgane leicht abarbeiten.

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