Augstbordwolf zum Abschuss frei gegeben


Zu Viel ist zu Viel. (Laufend editiert bis 30.08.2016 / es sind mittlerweile über 80 Tiere)

14.6.2016 – Die beiden Augstbordwölfe F14 & M59 haben in den letzten Tagen innerhalb einem sehr kleinen Territorium, fast 60 Tiere gerissen. Nun hat  M59 seinen Schutz verloren. 60 Tage haben die Jäger nun Zeit den Wolf zu erlegen.  Mit M59 wird angenommen, hat Wölfin F14 aber bereits Junge. Was geschieht, wenn per Zufall F14 vor die Flinte kommt?

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Eine für die Bauern und Wolf, traurige Geschichte geht so dem Ende entgegen?Man kann für oder gegen Wölfe in der Schweiz sein, doch die grausamen Bilder der gerissenen, halb getöteten Schafe und Ziegen in den letzten Tagen lassen auch viele „ProWolf“ denkende zweifeln.

  • Kann man für den Wolf sein und die verletzten und getöteten Tiere aussen vor lassen?
  • Warum belässt es M59 nicht bei einem Riss und tötet immer wieder mehrere Tiere (Blutrausch oder Jagdtrieb >>>)?
  • Normales oder degeneriertes Verhalten?
  • Einfangen und an einem anderem Ort aussetzen geht nicht?
  • Gibt es nur diesen einen Weg, der Wolf muss weg?
  • Was mit F14 und dem „vermuteten“ Gelege passiert, wenn M59 geschossen wird
  • Was wohl F16 macht, sie soll ebenfalls in dieser Region „zuhause“ sein

Die Geschichte ist so noch nicht zu Ende. Der Wolf darf abgeschossen werden, wenn er sich im oben gezeigten Landstreifen (Agarn  links bis Törbel rechts siehe Karte unten) , nochmals Nutztieren nähert. So entschied der Kanton Wallis. Jedoch sei, da Jungtiere zu vermuten, der Kanton gar nicht mehr zuständig, sondern das Bundesamt für Umwelt (BAFU) meint das Pro Wolf Lager. Ist wirklich ein Wurf vorhanden, würde dies auch zutreffen und die Wölfe hätten bis Ende Juli ihren Schutz.

Wer weiss werden nun die Freunde des Wolfes das Gebiet „bewachen“, wer weiss sind die letzten Worte noch nicht gesprochen und wer weiss endet alles noch in einem grossen Streit. 500 Schafe gegen 3 Wölfe. Leben und Schutz haben wohl alle verdient, aber wie?

Der ganze Kanton wird der Verlierer sein.

Jetzt wo viele Medien über „Das Wallis und der Wolf“ schreiben, gibt es eigentlich nur einen Verlierer, das Ski und Wander-Paradies Wallis. Touristen die Angst haben vor dem bösen Wolf, und Touristen die im „schöndenken“, für den Wolf sind und dieses Reiseziel nun meiden wollen, gibt es anscheinend schon einige. Noch sind die Beiträge auf Seit 15 bis 35 aber irgendwann wird in grossen roten Buchstaben stehen „Die Walliser knallen die geschützten Wölfe ab“.  Spätestes dann geht es nicht mehr um den Wolf und die Schafe. Und nicht vergessen sollte man, was in den Social Medien wie Facebook, Twitter etc. abgeht. Hier informiert sich die Jugend, oder eben die Gäste von morgen. Und das Internet vergisst nie.

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Dem Leser sei nahe gelegt, beide Seiten zu betrachten. Den Bauern (meist im Nebenerwerb) zu verstehen, der mit viel Herzblut seine meist kleine Herde Schafe und Ziegen schützen möchte und auch den Freund des Wolfes, der meist nicht in den betroffenen Regionen in einer sicheren Umgebung wohnt und den Wolf als schützenswert, sieht. Das Schaf gehört in die Bergregionen, anders kann man diese wichtige und ebenso schützenswerte Fauna und Flora nicht bewirtschaften. Der Wolf, einst verschwunden, hat eventuell wirklich Platz in dieser Region, über das WIE muss man sprechen und Lösungen finden. Und all die, die jetzt von Subventionen für  getötete Tiere reden, haben das Problem nicht verstanden.

Weitere Infos >>>

Nachtrag:

31.05.2016 Nach einem Riss in Unterbäch erhielt der Bauer Unterstützung durch die Herdenschutz – GmbH, die Material für einen Schutzzaun für das Nachtlager zur Verfügung stellten. Dieses Material wird gratis abgegeben, stellen muss es aber natürlich der Bauer selber. >>>. Ziel ist es präventiv zu helfen und nicht erst nach einem Riss.

14.6.2016:

Trotz 3 facher erhöhtem Stromband holt der Wolf drei weitere Schafe unterhalb Unterbäch.>>>

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15.6.2016 –

  • Die Reaktion der Gruppe für den Wolf (Gruppe Wolf Schweiz ) war klar. Da „wohl“ Junge vorhanden seien, beweisen können sie es nicht, darf auch der „Vater“ der Jungtiere nicht abgeschossen werden. >>>
  • Es sei anzunehmen, dass F14 sich zurückgezogen habe und die Jungen betreue.
  • Dies obwohl aktuell auf der HomePage eben dies nicht bestätigt wird. Wäre der Nachweis erbracht, meinen einige im Forum, würde dies innerhalb Minuten auch publiziert.
  • Die unrechtmässig aufgestellten Fotofallen wurden/werden wieder entfernt.

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17.6.2016 –

  • Jetzt, da Medienaufmerksamkeit garantiert, schaltet sich auch Pro Natura und der WWF ein (wenn letzt genannter mitmischt, dann muss damit Geld zu machen sein***) . ebenfalls mit der Annahme dass es Jungtiere gäbe. Nachweisen könne man dies jedoch bis jetzt noch nicht.
  • Der Leser könnte mit all den differenzierten Meldungen zur Annahme kommen, „man schützt die Jungen, um sie dann später abzuknallen“.
  • In dieser Region wird es nie Ruhe geben, Wolf und Schaf/Ziege lieben sich nicht. Oder wie einige Bürger meinen, warten bis der erste Mensch, das erste Kind getötet wird.
  • Nun geht es dann auf die Alpen, mal sehen wie das endet.

Info >>>

*** ausschließliche Meinung des Autors der vom WWF seit 2012 nichts mehr hält.

22.06.2016 –

Die Meisten Bauern haben nun ihre Schafe zur Sömmerung auf den Almen.

Nun ereignen sich die ersten Risse auf den Almen (nicht Augstbord – Gebiet)

21.06.2016 Val de Réchy – 5 Schafe gerissen, mehrere Verletzt >>>. Dies obwohl Esel in der Herde integriert waren/sind. Ist hier F16 alleine unterwegs, oder haben M59/F14 keinen Wurf und sind weiter auf Wanderung? Im Augstborderland ist jedenfalls Ruhe seit dem 15.06.2016

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31.07.2016

Heute ist der Läcktag im Steinental und das Schäferfest auf der Gemmi. Zu beklagen sind aber über 100 gerissene Tiere (Schafe/Ziegen) in diesem Jahr (vorbehalten sei wie man gerissene Tiere zählt). Der/Die Wölfe kamen auch zurück ins Gebiet rund um Törbel, dass bereits im April heimgesucht wurde. Die Jagd wurde ausgeweitet, aber was in Uri (Gebiet Surenen/Blackenalp) innerhalb weniger Tage vollstreckt wurde, kann im Wallis nicht geschehen. Die ProWolf – Gruppe wird sich freuen, die anderen weniger und fragen sich, ob der Wolf im Augstbord -Gebiet von den hiesigen Jägern nicht gejagt werden kann.

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9.8.2016

2 tote Schafe in Zeneggen in einer nicht elektrifizierten Weide. Nur noch wenige Tage Zeit dem M59 zu jagen. Inzwischen jagen sich auch die Geschichten um die Wölfe. An den Stammtischen wird wild spekuliert, und einige glauben sogar, dass die pro Wolf Gruppe die Tier einfängt und dann an anderen Orten wieder aussetzt. Von den in diesem Gebiet betroffenen Wölfen gibt es sehr wenig Fotomaterial. Uns sind nur 2 Fotos von Touristen aus grosser Entfernung und ein 12 Sekunden Video, dass den Wolf nur erahnen lässt bekannt. Die Bilder aus den Fotofallen der ProWolf sind die einzigen die die Tiere wirklich zeigen.

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Beitrag mit der Bitte um eine Verlängerung der Abschussbewilligung vom 9.8.16 >>>

Zwei Jäger erzählen >>>

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30.8.2016

Trauriges Bild in Unterbäch – 8 gerissene Schafe, 6 wurden vorerst vermisst.

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Informativ:

Als „gerissen“ gelten für den Bund, Nutztiere die innerhalb einer Weide und der „Einhaltung der Herdenschutzvorgaben“ eingezäunt, untergebracht werden. Unsere Zahl der gerissenen Tiere beinhaltet aber alle Tiere die gerissen wurden.

Als Augstbord wird ein Gebiet zwischen Agarn und Töbel in der Statistik geführt.

Selten so gelacht: Ein Lehrer in St.Gallen erklärt im Jahre 2016 seinen 12 bis 13 jährigen Schülern:

Der Wolf tötet gezielt durch einen Nackenbiss und das Schaf spürt nichts. Und der Wolf tötet nur so viele Schafe wie er zu essen mag.

Frage 1: Seit wann gibt es den Wolf wieder in der Schweiz

Frage 2. Gibt es im Kanton St. Gallen Wölfe usw.

 

31.07.20116 CHWolf.org die Spendenseite der ProWolf >>>

16.6.2016 Sichtung des Wolf durch Wanderer >>>

14.06.2016  Ein Fass ohne Boden >>>

04.06.2016 Unklare Situation >>>

Facebook: Reiseziel Wallis >>>  Gruppe Wolf Schweiz >>> (wurde gelöscht neu hier >>>)  Calanda Wölfe >>>

30.7.16 – Sehr gute Facebook Seite, offen geschrieben >>>

Seiten:

WWF – Schweiz >>>  Gruppe Wolf Schweiz >>>   Pro Natura >>>

Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere >>>

Bern – Man weiss nicht recht was die da (subventioniert) tun… Kora.ch >>> mit etwas fraglichen News >>>

 

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