LOXXIO – Nützt es was?

Gut zu wissen, es gibt eine geprüfte Software (TüV Saarland, die Seite wo der Such-Button immer noch nicht geht), die alle Ihre besuchten Web-Seiten (ohne dessen Inhalt) speichert. Bei einer Abmahnung soll dieses Protokoll dann beweisen, das SIE es nicht waren der zu dieser Zeit auf einer bestimmten Seite gewesen ist und eventuell verbotene Download oder irgend ein Abo bestellt haben.

In Zeiten in denen mehr als 3000 deutsche Bürger pro Tag abgemahnt werden, wäre dies eine feine Sache.. Aber….

Leider lässt sich die Software Loxxio auch deaktivieren und, sollten Sie mit W-Lan surfen, kann eine x beliebige Person Ihren Router zu dieser Zeit benutzt haben und die selbe IP-Adresse erhalten. Das Programm beweist lediglich das mit dem PC X diese Seite nicht besucht wurde, aber man hat ja eventuell 2 oder ein Smartphone, Tablet und so weiter. Auch die neueren TV-Geräte lassen Internet-Besuche zu und die Spiel-Consolen eh.

Was ein solchen Protokoll vor Gericht für einen Wert haben wird, werden wir sehen. Ein Beweis wird es aber wohl nicht sein. Nun die Software ist dafür recht günstig.  Knapp 30 Euro soll  man einmalig bezahlen.

Wir meinen – Na ja, kostet wenig, aber obs was bringt?

Es gibt diverse Tools die die besuchten Seiten und die aktuelle IP speichern und protokollieren.

Die meisten Router bieten ebenso ein solche Protokoll, aber von allen Geräten die auf dem Gerät surfen.  Geben sie in Google den Namen Ihres Routers ein und dazu „protokoll“. Sie werden zu fast jedem Gerät eine Software finden die Gratis die Protokolle speichert. Diese sind in etwa gleichwertig wie das Protokoll von Loxxio, auch wenn dieses ein TüV Zeichen hat.

Beispiel RouterSysLog  >>>  / Download der neusten Version >>>

Oracle verliert wichtigen Prozess

Weiterverkauf gebrauchter Download-Software rechtmäßig

Einmal mehr informiert die Kanzlei Dr. Bahr über ein nicht unwichtiges Urteil, Dass Urteil in der Rechtssache C-128/11  UsedSoft GmbH / Oracle International Corp.

Hier geht es um einmal gekaufte Lizenzen einer Software. Der Käufer brauchte diese nicht mehr und verkaufte diese an UsedSoft. Diese boten die gebrauchten Lizenzen neuen Käufern an. Die „kleine“ usedSoft wehrte sich gegen ein negatives Ersturteil des LG München.

Dies wollte sich ORACLE nicht bieten lassen und bekam zuerst Recht und nun ein ganz böses aufs Dach. Dieses Urteil könnte im Lizenzrecht ein grosse Bedeutung erlangen. Viele Firmen bieten ihre Software unter einem Lizenzvertrag zum Download an. Das Gericht hält hier fest:

In diesem Zusammenhang stellt der Gerichtshof klar, dass jeder spätere Erwerber einer Kopie, für die das Verbreitungsrecht des Urheberrechtsinhabers erloschen ist, rechtmäßiger Erwerber in diesem Sinne ist. Er kann also die ihm vom Ersterwerber verkaufte Kopie auf seinen Computer herunterladen.

Hier ist zu beachten, dass Oracle eben dieses Handel ausschliesslich in den Lizenz- Bedingungen verbietet. Die „grosse“ Oracle muss sich nun fügen und useSoft fährt mit einem grossen Verliere im Gepäck weiter ihren Weg.

Lesen Sie den ganzen Beitrag auf dem Blog der Kanzlei Dr. Bahr >>>

Das negativ – Urteil vom LG München >>>

Ursprungsquelle: Pressemitteilung des EuGH v. 03.07.2012