Top of Software Forderungen kann man zerreissen?

Es gibt Anwaltskanzleien die beim ersten Hauch von Gegenwind aufgeben, andere bleiben auch bei Sturm am Ball.

So auch die Rechtsanwälte Thomas Rader und Ra Mazur von der Kanzlei Kanzlei-Rader.de

Tropmi Payment GmbH (Alexander Varin) versucht ja die Forderungen rund um Top Of Software auch weiterhin einzutreiben. Auch auf die Einhaltung des 2 Vertragsjahre  wollen sie die Abgezockten zwingen.

Thomas Rader wollte dies nicht anerkennen, Weiterlesen

KFZ fordert Olaf Tanks Nachlass ein

Kein Gauner der nicht einen Gauner findet der seine Gaunereien weiter treibt.

So fordert in diesen Tagen der Nachfolger des Anwalts Olaf Tank, ein Herr Rechtsanwalt Nikolai Fedor Zutz für die Kanzlei für Forderungsmanagement die ergaunerten Forderungen für Top-of-Software.de die teilweise aus den Jahren 2009 und 2010 stammen.

Konsumer.info und die Polizei von Osnabrück informieren darüber.

Nicht zahlen oder sogar Anzeige gegen die KFZ erheben sind die Tipps dieser beiden Stellen.

Informativ:

Link zum Beitrag von Konsumer.info >>>

Link zur Pressemeldung der Osnabrücker Polizei >>>

Henning in Haft – Tank ohne Geld

Es geht etwas im April 2012. Der allseits beliebte und in diverse Abo-Fallen-Seiten verstrickte Alexander Hennig (26) ist in Haft und beim Ra Olaf Tank wurden die Konten (oder wenigstens eines) still gelegt.

Die Justiz zieht ihre Riegel und es freut die Leser eventuell, dass die wirklichen Abzocker nun langsam auch gerechte Strafen einziehen.  Wohl ist eine Inhaftieren noch keine Verurteilung geschweige dann ein Urteil, aber immerhin. Es mag eine gute Zeit sein, in der diverse Organe nun gegen offensichtliche Abzocke vorgehen und wir hoffen, dass auch die Hintermänner gefasst werden, denn sonst geht es schon morgen wieder weiter, mit anderem Namen, anderem Ort usw.

Auszug:

Sievershagen (OZ) – Ziemlich verdutzt hat Alexander H. gestern früh um kurz vor 9 Uhr unangemeldete Gäste in seine Wohnung in Sievershagen lassen müssen. Beamte von Polizei und Staatsanwaltschaft, Steuerfahndung und Landeskriminalamt standen mit einem Durchsuchungsbefehl vor der Tür. Der 25 Jahre alte Rostocker soll seit März 2010 auf mehreren Internetseiten Tausende Kunden aus Deutschland und Österreich abgezockt, sie in sogenannte Abo-Fallen gelockt haben.Das haben Kriminalbeamte und Staatsanwälte in fast einjähriger intensiver….. weiter lesen

Informativ:

Alexander Henning 2000 Anzeigen waren genug >>>

Rund um Henning und den Rest der Welt >>>

Die neue Button-Lösung-Falle 2012 >>>

Seiten der Paid Content GmbH nicht mehr erreichbar >>>

Olaf Tank ohne Geld >>>  und hier was Sichergestellt wurde >>>

Olaf Tank – Das Ende ?? >>>

Anklage gegen Alexander H. wegen versuchten Betrugs abgewiesen.

Amtsgericht und Landgericht Rostock haben die Anklage auf versuchten Betrug in mind. 12 Fällen gegen Alexander H. abgewiesen.

Es ging darum ob der Angeschuldigte, Rechnungen einforderte, auch wenn gar keine Anmeldung vor lag. Man warf ihm vor, Forderungen generiert zu haben deren Ursprung fraglich sei . Dies wurde ihm als versuchten Betrug vorgeworfen.

Nach dem Amtsgericht (20.9.2011)  entschied nun auch das Landgericht Rostock (29.11.2011) , dass dies nicht erweisen sei und es genau so gut dritte Personen gewesen sein hätten können, die diese Daten eingegeben haben.  Auch dem Verdacht auf Erpressung in einem Fall,  wurde nicht entsprochen. Dass weder die IP Adresse noch andere Angaben zur fraglichen Zeit keine Übereinstimmung ergaben, konnte nicht dazu verwendet werden, daraus dem Angeklagten einen versuchten Betrug vorzuwerfen. Auch die Anzahl der Meldungen (12) konnte die Richter nicht davon überzeugen, dass dahinter ein System stecken möge.

Die Klage wurde abgewiesen und Alexander H. somit des Verdachts auf versuchten Betrugs freigesprochen. Die Kosten trägt die Staatskasse.

Diese etwas einfache Darstellung der Klage können Sie hier nachlesen. Alexander H. hat uns diese Dokumente am 5.12.2011 zur Verfügung gestellt.

Beschluss des Amtsgericht Rostock vom 20.9.2011 (Hier sehr Interessant die Seite 4)

Beschluss Landgericht Rostock vom 29.11.2011

Unsere Berichte bisher:

Alexander H. unter Betrugsverdacht >>>

Alexander H und seine Verbindungen >>>

Payment Network >>>

und N-Tv.de berichtet von Abzockern >>>

und die immer noch offenen Anschuldigungen >>>

Informativ:

Alexander H. ist anscheinend selber überrascht über diesen „Erfolg“ sind doch auf allen seinen Seiten (siehe weite unten) die letzten News vom Juli 2011 (Starttermin der Anzeigen), und er hat auch einige Software aus dem Download – Angebot gestrichen.  Nun kann man ja gespannt sein wie es weiter geht obwohl das Urteil nichts mit der Zahlungspflicht zu tun hat.

Seit Oktober 2010 wurde Alexander H. in vielen Foren und Blogs im Zusammenhang von Betrug und Abzocke aufgeführt. Es mehrten sich die Meldungen von Lesern, dass sie gar nie auf einer der Seiten gewesen seien, die hier als Forderungsgrund angebenden wurden. Nachweislich waren die Angegebenen IP Adressen falsch, oder die Personen die zu diesem Zeitpunkt eine Anmeldung gemacht haben sollten, gar nicht anwesend. Das Amtsgericht Rostock hatte nun zu entscheiden, ob aus den Angezeigten 12 Fällen, der Verdacht auf versuchten Betruges vor lag.  Es betraf unter anderem die Projekte/Seiten (1)  Softwarerapid.de,  (2)  Hypersoftware.de //(3) Downloadtransfer.de.

Alle diese Seiten sind identisch und weisen relativ gut auf die Kosten hin. Wer sich hier anmeldet muss schon blind sein, wenn er die Kostenhinweise nicht sieht. Dies die allgemeine Meinung der Rechtsschafenden.

Die Seiten 2 und 3 haben folgenden Inhaber: Jacoona Websystems Chaussee 1 18236 Kröpelin, Deutschland Geschäftsführer Alexander H , Die Seite 1 jedoch UltContent Solutions mit gleicher Adresse und gleichem Geschäftsführer (Info frei zugänglich aus dem Impressum der angezeigten Seiten) die weiteren Verbindungen zeigten wir hier auf >>>  (Stand Mai 2011)

Da nun eine Abmahnwelle auf Blog und Forenbetreiber folgen wird, in denen von Betrug im Namen des Alexander H. und seinen Projekten vor liegt, möchten wir die Betreiber jetzt schon darauf hinweisen dass dies sehr teuer werden kann und die Texte eventuell abzuändern sind.

Was ist ein Amtsgericht

In letzter Zeit erhalten wir viele Anfragen, was den ein Amtsgericht, Landgericht, Kammer etc. ist bzw. dessen Urteile/Beschlüsse bedeutet. Wohl kann man sich die Erklärungen im Internet zusammensuchen, wir möchten Ihnen aber hier eine kurze Erklärung abgeben die das Mahnverfahren angeht und dabei auf Fachbegriffe verzichten.

In der Schweiz gibt es das Bezirksgericht:

Ein wichtiger  Bereich in der Justiz ist die Zivilgerichtsbarkeit. Hierunter fallen nicht nur die „normalen“ Zivilprozesse sondern beispielsweise auch die Bereiche Zwangsvollstreckung ***.

Sind sich Bürger nicht einig gelangen sie früher oder später an ein Amtsgericht.

Das Amtsgericht ist im Mahnverfahren (Zivilverfahren) die erste Anlaufstelle bei Beträgen bis zu 5000 Euro. Hier sitzt die Gerichtsbarkeit und  meist der Einzelrichter. Das Amtsgericht versucht in einer Anhörung zu klären, ob eine Klage überhaupt eine Chance hat vor Gericht zu bestehen. Hier kann eine Klage bereits zurückgewiesen werden. Strittige Personen können sich bei der Anhörung einigen. Die Anhörung  kann  sowohl mündlich als auch schriftlich erfolgen. Bereits die Anhörung verursacht Kosten. In der Schweiz erledigt dies bei strittigen Forderungen (Betreibungsbegehren) der Friedensrichter.

Ist die Anhörung beendet und die Klage gutgeheissen kommt es nach Vorladung der strittigen Parteien zu einem Prozess. In diesem wird das Gericht „gebeten“ die Situation durch eine verbindliche Entscheidung (ein Gerichtsurteil oder einen Gerichtsbeschluss) zu klären.

Die Aufgabe des Richters ist es nun aus den vorliegenden Akten/Urkunden/Verträgen etc.  und den im Prozess folgenden Aussagen ein Urteil zu fällen. Dabei hat der Amtsrichter den Vorteil, dass er unbefangen von anderen Urteilen, nur den einzelnen Fall bewerten kann. Ja es ist ihm sogar auferlegt sich nicht von anderen Aussagen oder Urteilen beeinflussen zu lassen. Dies bedeutet auch, selbst wenn ein Kläger/Angeklagter mehrfach für die selben Streitigkeiten vor Gericht steht, der Richter sich nicht von den anderen Begebenheiten beeinflussen lassen darf/sollte. Dies kann einem Richter auch schwer fallen.

Da der Richter in unserem Fall keine Strafe (Haft etc.) beschliessen muss, sondern lediglich entscheiden muss ob eine Forderung berechtigt ist, macht dies auch Sinn und zeigt das unsere Justiz eigentlich hervorragend funktioniert.

Der Amtsrichter wird nun den Kläger und den Angeklagten anhören. Die eingereichten Akten sind hier massgeblich. Es ist nicht so wie in den Nachmittags-Sendungen im TV, dass hier während des Prozesses Herr XX mit einem Beweisstück auftaucht oder gar ein Handy-Anruf den Prozess beeinflusst. Zu spät eingebrachte Beweismittel werden vor dem Amtsrichter nicht einmal beachtet. Prozesse vor Amtsgericht sind recht nüchtern und die Urteile für den Laien (wie mich) nicht immer nachvollziehbar.

Der (Amts-)Richter wird nun mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln ein Urteil fällen. Dieses fällt er im Namen des Volkes als URTEIL oder BESCHLUSS. Es ist möglich einem solchen Urteil zu widersprechen (in die Berufung gehen).

Unterstellt ist das Amtsgericht  (je nach Gegenstand verschieden) dem Landgericht, dem Oberlandesgericht und dem Bundesgerichtshof.

Als Beispiel:

Im Fall eines Internet-Anbieters der seine Forderung für ein ABO begründen will, ist das ganze noch undurchschaubarer. Im Fall von mir besuchten Prozessen, wurde mit Papier-Ausdrucken (Screenshot) und einem Notebook, eine Seite beschrieben auf der man sich im Internet für eine kostenpflichtige Seite anmelden musste.  Dabei hat der Anwalt des Klägers in allen Fällen den Angeklagten gefragt, ob er diese Seite SO kenne. Die Gegenseite schwieg oder beantwortete mit Ja. Der Kläger (in einem Fall war es die angeklagte Partei) zeigt nun wie deutlich der Kostenhinweis zu sehen sei,  dass auf die AGB und somit nochmals auf die Kosten, hingewiesen wurde und die Gegenpartei dies bestätigte, gelesen zu haben.

Während nun in einem Fall die Richterin feststellte, das der Hinweis eher ungenügend, die AGB etwas verwirrend seien für den Normalverbraucher und dadurch die Kosten überraschend ausfielen, waren die beiden anderen Richter davon überzeugt, dass diese Angaben genügen. Auf die Einsprache der Verteidiger, dass man mit „falschen Hinweisen“ oder gar von anderen Seiten (Landing-Pages) auf diese Anmeldeseite gestossen sei wurde wohl angehört, aber fand kein Gehör was schlussendlich das Urteil betraf. Selbst der Einwand eines Verteidiger, dass auf der Seite eine Software zum Download angeboten wurde, die nur gratis den Nutzern zur Verfügung gestellt werden darf, wies der Richter darauf hin, dass dies keinen Grund darstelle, die Angebote als solches in Frage zu stellen, da der Anbieter dafür weitere Services anbiete, wie Virenfreiheit, Update-Erinnerungen etc. Weiter wurde festgehalten, dass die Anmeldeseite als solches, wo man Namen, Adresse, Alter usw. eingeben musste, ebenfalls ein Hinweis gewesen sei, dass man eine nicht übliche Anmelde-Prozedur durchführen musste um den Download zu starten. Dazu sei der Hinweis auf die AGB und den darin enthaltenen Kosten (ABO) hinweisen bestätigt worden.

Sie sehen, ein Amtsgericht bzw. der Richter kann aus den gleichen Gegebenheiten, anders entscheiden.

Zu spät eingereichte Beweismittel:

Erst kürzlich wurde vor einem Amtsgericht ein erst in der Verhandlung beigebrachter Rückschein der den Empfang einer Kündigung bestätigen sollte, als Beweis abgewiesen, da zu spät eingereicht.


*** Quelle >>>

Was verdienen die Abzocker in Deutschland

Ein Beitrag eines Leser vom 4.9.2011 gut und ziemlich genau recherchiert.. (Besten Dank) Beluga59

Mal was zu den Zahlen, was so im Laufe der Zeit mit Abofallen abgezockt wurde. Den Beitrag hat der Leser auf dem Beck-Blog gefunden:

Legende im Vorfeld: *) bedeutet Tausend, bedeutet Million

Hin und wieder wurde gefragt, wie viel denn so im Laufe der Jahre mit den Abofallen abgezockt worden ist und auch ich habe die Frage mehr als einmal gestellt, um eigentlich keine fassbare, bzw. mit echten Zahlen unterlegte Antwort zu erhalten.

Die Schätzungen, sowohl was einzelne Abzocker, als auch die Gesamtabzocke mit Abofallen anbetrifft, gingen extrem weit auseinander.

Das echte Ausmaß wird allenfalls dann erhältlich sein, wenn im Rahmen der juristischen Aufarbeitung die betroffenen Banken Auskunft erteilen dürfen.

Allerdings bekam ich kürzlich durch ein Telefonat mit einem versierten Webmaster den „missing-link“ in die Hände, um eine nachvollziehbare Schätzung des Ausmaßes anstellen zu können.

Dem war es eines Tages gelungen, sich in den Server des „Belleros-Geflechts“ einzuloggen und zu sehen, wie die Google-Adwords-Werbung geschaltet war. Auf der Grundlage der dort gefundenen Daten lassen sich reale Schätzungen anhand der Angaben von Aussteigern und sonstigen Interviewpartern, die von der anderen Seite Einblicke darin hatten, wie viel denn hereinkam, anstellen. Weiterlesen