Mahnbescheid / Kündigung in den Ferien

Letzte Woche haben wir von einem Leser folgendes Schreiben erhalten (gekürzt)

… genau in dieser Zeit wo ich erstmals 4 Wochen Ferien am Stück in Kanada verbrachte, kündigte mir mein Arbeitgeber, die Firma xx in Berlin. Die Klagefrist in der ich mich gegen die Kündigung wehren konnte waren 3 Wochen…. Da Ihr auf eurem Blog gegen Abzocker und Gauner berichtet, wäre es schön wenn Sie Ihre Leser informieren was für eine Sch…. Firma die Firma xx ist…….

Natürlich können wir hier nicht einfach eine Firma erwähnen und sie in ein schlechtes Licht setzten. Dies vor allem da gerade diese Firma rund 800 Mitarbeiter beschäftigt. Nach Anfrage beim Schreiber erhielten wir die Bewilligung in seinem Namen beim Arbeitgeber vorzusprechen.

Hier klang es dann aber etwas anders. Man habe im Vertrag festgesetzt, dass Ferien grösser 15 Arbeitstage (3 Wochen) mit dem Vorgesetzten abzusprechen sind und nur in Ausnahmefällen bewilligt werden, dies betrifft vor allem die Zeit vom 1.3. bis 15.6 jedes Jahres. Genau in dieser Zeit habe xx seine 4 1/2 Wochen Ferien einziehen wollen. Auch habe xx in der Belegschaft kund getan, dass er in Kanada eine neue Arbeit suchen werde, da er Auswandern wolle… usw.

Man habe sich aber auch entschieden die Kündigung zurück zu ziehen und habe  zwischenzeitlich XX einen Vorschlag unterbreitet. Dies hat uns leider XX nicht gemeldet.

Aber wie ist es wirklich wenn einem während den Ferien gekündigt wird oder man einen Mahnbescheid erhält, wo die Einsprachezfrist noch kürzer ist.  Was ist, wenn einem eine Firma genau in den Ferien eine Frist einräumt die innerhalb dieser Ferien verstreicht? Und was, wenn dies mutwillig genau in dieser Zeit gemacht wird?

Wir haben uns im Internet umgeschaut und auf dem Blog von Arbeitnehmeranwalt Walter Stühler letzte Woche einen ziemlich identischen Beitrag gefunden. Es scheint dass man sich in längeren Ferien auf alle Eventualitäten einrichten muss und jemandem dem man Vertraut, genau für diese Zeit Unterlagen und Briefkastenschlüssel und/oder Vollmacht geben muss. So fanden wir im ganzen Internet kein Urteil, dass dem Arbeitnehmer recht gab wenn man eine Kündigung innerhalb der Ferienzeit bekommen hat.

Kulant sind hier wohl eher Versandhäuser, wenn man diesen berichtet, dass die bestellten Artikel genau in den Ferien eintrafen und man so die Rücksendefrist versäumte.  Eventuell kann uns hier aber ein RA Urteile melden, in denen zugunsten des Arbeitnehmers, oder eines Mahnbescheid-Empfängers gesprochen wurde.

Zum Beitrag von RA Stühler >>>

Richtiges Verhalten bei Forderungen

In vielen Blogs und Foren, ja selbst Verbraucherschutz-Organisationen, findet man die Information, dass man bei unberechtigten Forderungen gar nicht erst reagieren soll. Wir finden diese Haltung nicht in allen Fällen als gegeben an und Sie können sich viel Ärger ersparen wenn Sie richtig reagieren.  Sehr oft haben Verbraucher sich genau an dies gehalten, mit jeder Mahnung, Androhung usw. aber auch immer mehr Angst bekommen und viele, ja tausende, bezahlen dann doch, wenn mit Klage oder SCHUFA gedroht wird. Davon leben die Abzocker und deren verbündete Inkasso-Institute und dies mehr als gut. Neben der ZI (Zentrale Inkassostelle Mainz) und der DOZ/DZ  (Deutsche Zentral Inkasso Berlin) kommen nun auch immer mehr solcher kleinen Institute, die Abzocker Forderungen eintreiben. Selbst eine Kanzlei hat sich spezialisiert die „säumigen“ anzurufen und mit unüblichen Druckmitteln zur Zahlung zu bewegen.

Dabei werden immer wieder Druckmittel die vor keinem Gericht ausreichen, angegeben. Die IP-Adresse sei aufgezeichnet, es bestehe eine Bandaufnahme usw.

Die IP – Adresse ist schon lange kein Beweis (im einzelnen) mehr. Die Bandaufnahme hat nur dann eine Wirkung, wenn erstens das GANZE Gespräch aufgezeichnet wurde und darin enthalten ist, das der Angerufene ein Produkt/Abo etc. bestellt das XX Euro/Franken kostet und mit dem Einzug von Fr. XX einverstanden ist. Alle anderen Gesprächsaufzeichnungen verlieren ihre Wirkung bei einem Prozess vor Amtsgericht. Wurde während dieser Aufzeichnung nicht explizit darauf hingewiesen (und aufgezeichnet) dass man mit der Aufzeichnung einverstanden ist, verliert die ganze Aufzeichnung vor jedem Gericht in der EU und der Schweiz, ihre Wirkung.

In der Schweiz sind Gesprächsaufzeichnungen wohl zugelassen, werden aber nicht als Beweislast alleine geduldet. In der Schweiz und Deutschland gilt die Speicherung der IP-Adresse mit ZEIT nicht als Beweis.

Doch wie verhält man sich richtig bei einer unberechtigten Forderung?

Wir werden hier nun laufend abgeklärte Berichte und Mustertexte anbieten. Stand 22.2.2011

– ich habe nie willentlich einen Vertrag mit diesem Anbieter abgeschlossen >>>

– ich habe mich angemeldet aber nie ein Bestätigungs-Mail erhalten/angeklickt >>>

Sun Star Opfer die mit der GewinnAustrageMasche Betrogen wurden (Vorerst BEZAHLT NICHTS) >>> (folgt)

Sun Star Opfer die mit der „Sie haben gewonnen wir brauchen nur Ihre Kontoangaben Masche“ Betrogen wurden >>>(folgt)

– ich habe mich angemeldet eine Mail bestätigt und möchte Widerrufen (14 – 30 Tage danach) >>>

– ich habe mich nie auf einer solchen Seite angemeldet >>> (folgt)

– ich habe mich angemeldet aber nicht gewusst, dass ich damit ein kostenpflichtiges Abo abschliesse >>>

– ich habe mich angemeldet aber keinen Kostenhinweis gesehen. Nun erhielt ich eine Rechnung >>>

– ich habe mich angemeldet und möchte meine Angaben bei diesem Anbieter löschen/sperren lassen >>> (folgt)

– ich erhalte Mahnungen und Klage – Androhungen (letzte Aufforderung) >>> (folgt)

– ich erhielt ein Telefonat von einer Anwalts-Kanzlei und wurde zur Zahlung angemahnt >>> (folgt)

– ich habe das erste Beitragsjahr bezahlt nun folgt eine Folgerechnung >>> (folgt)

ich erhielt einen (gesetzlichen) Mahnbescheid (mit der Post/Eingeschrieben) >>> (folgt)

ich habe vor Amtsgericht verloren. Meiner Klage wurde nicht statt gegeben >>> (folgt)

ich habe mich aussergerichtlich mit XX geeinigt >>> (folgt)

– kurioses und unverständliches >>> (folgt)