Brig – Hundebiss an Haltestelle war Fake

Eine junge Frau aus der Region Brig soll Mitte April an einer Bushaltestelle von einem Hund gebissen worden sein. Der Hundehalter habe sich aber nicht um die verletzte Frau gekümmert und sei mit seinem „Jagdhund“ einfach weiter gegangen.

Fake-Meldungen

Die junge Frau meldete diesen Vorfall der Kantonspolizei in Visp und suchte das Spital auf um die Bisswunde(n) ärztlich zu versorgen.

Tagelang blieb sie bei ihrer Aussage und im Facebook wurde die Meldung x-mal geteilt. Hier wurde dann sogar eine regelrechte private Fahndung gestartet, was manchen Hundebesitzer mit „braunem Hund“ in Beweislast führte.

Doch die Kantons-Polizei hinterfragte die Aussagen und lies die Kleider des Mädchen auf Spuren der gefährlichen Bestie untersuchen.

Nun (2.9.2017) wurde die junge Frau gebüsst. Wie sich herausstelle wurde sie von ihrem eigenen Hund gebissen, als sie sich bei einem „Kampf“ mit einem anderen Hund, dazwischen stellte.   Sie hatte glück, denn den tagelangen Einsatz der Kantonspolizei muss sie nicht berappen, lediglich die Gerichtskosten und eine Geldstrafe (20 Tagessätze a 30 Franken – bedingt auf 2 Jahre) wurde ausgesprochen. Zahlen tut der Rest der Bürger. Die eigentliche Busse ist gerade mal 100 Franken.  Wer in dieser Region sein Müllsack am Vorabend herausstellt bezahlt fast das doppelte.